DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Mittwoch, 22.03.2017

Suchformular
 
 
Schwetzingen Oftersheim Plankstadt Eppelheim Brühl Ketsch Hockenheim Altlußheim Neulußheim Reilingen Speyer

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken

Doppelinterview: Bürgermeister Gunther Hoffmann und Stefan Weisbrod über die Schulentwicklung, die Chancen auf eine Gemeinschaftsschule und die Schritte dorthin

„Gehen wir gemeinsam diesen Weg?“

Archiv-Artikel vom Samstag, den 30.04.2016

Von unserem Redaktionsmitglied Vanessa Schäfer

Neulußheim/Reilingen. Die Schulpolitik stellt die Kommunen ständig vor neue Herausforderungen. Die Werkrealschule hat ausgedient, Gemeinschaftsschule ist das neue Stichwort. Hockenheim wird auf diesen Zug jedoch nicht aufspringen (wir berichteten). Die kleinen Kommunen in der Verwaltungsgemeinschaft stehen nun vor der Entscheidung, ob sie gemeinsam dieses neue Schulangebot abdecken sollen. Soll aus der Werkrealschule Reilingen-Lußheim künftig eine Gemeinschaftsschule Reilingen-Lußheim werden oder werden sich die Gemeinden in Zukunft nur noch auf die Grundschule konzentrieren? Darüber entscheiden die Gemeinderäte Reilingen und Neulußheim in ihren nächsten Sitzungen. Wir haben uns vorab mit den Bürgermeistern der beiden Gemeinden über die Schulentwicklung unterhalten.

Wie stehen Sie dem Thema Gemeinschaftsschule gegenüber?

Gunther Hoffmann: Die Gemeinschaftsschule ist ein Thema, bei dem es kein Schwarz-Weiß gibt, sondern sehr viele Graustufen dazwischen. Fakt ist, dass wir diese Schulart als Gemeinden nur gemeinsam realisieren können, alleine würde es aus Neulußheimer Sicht von den Räumlichkeiten und Kapazitäten nicht machbar sein. Vor wenigen Jahren sind wir den Weg gegangen, gemeinsam eine Werkrealschule zu bestreiten, und wir alle haben gedacht, dass wir damit auf einem guten Weg sind. Jetzt kommt wieder etwas Neues und die Frage ist, ob wir zusammen diesen Weg mitgehen.

Vergangene Woche gab es für die Gemeinderäte beider Kommunen eine nichtöffentliche Infoveranstaltung zum Thema. Was war da der Tenor? Welche Tendenzen gibt es in den beiden Räten?

Hoffmann: Von den Gemeinderäten kamen überwiegend Verständnisfragen auf. Da ist niemand aus der Sitzung gegangen und hat gesagt: Das läuft oder das läuft nicht. In Neulußheim ist der Tenor durchaus gemischt. Manchmal geht man ja in Ratssitzungen und weiß: Das klappt oder das klappt nicht. Aber bei diesem Thema kann ich aktuell nicht abschätzen, wie der Gemeinderat entscheidet.

Stefan Weisbrod: Unsere Schule ist uns lieb. Gerade auch unter Abwägung der Alternativen gehe ich davon aus, dass wir in Reilingen den Beschluss bekommen, allerdings unter dem Vorbehalt, dass wir das in bewährter Partnerschaft mit Neulußheim machen.

Wie beurteilt der Schulrat Endrik Ebel das Schulkonzept nach den bisherigen Erfahrungen?

Weisbrod: Er ist davon begeistert. Er ist von den Vorzügen des längeren gemeinsamen Lernens überzeugt. Offenbar muss das Konzept auch besser sein als das der Werkrealschule, sonst würden die Eltern es nicht so überragend nachfragen. Die Eltern mit ihren Kindern haben bereits darüber mit den Füßen abgestimmt.

Hoffmann: Die Eltern müssen das Vertrauen haben, dass diese Schule keine verkappte Werkrealschule ist, sondern tatsächlich eine Gemeinschaftsschule. Die Frage ist, ob es uns gelingen wird, Mitbewerber mit anderen Schulen zu sein.

Welche Chancen und Risiken sehen Sie?

Hoffmann: Das Problem ist, dass wir zunächst viel Arbeit und Geld in die Hand nehmen müssen für eine Schulart, von der wir nicht wissen, ob sie angenommen wird. Es gibt bei uns im Umkreis viele weiterführende Schulen, ein großes Angebot, das durch die gute Anbindung an den ÖPNV auch erreichbar ist. Da muss man abwägen, ob man angesichts dessen bereit ist, das neue Konzept mitzutragen. Es gibt da viele Unsicherheitsfaktoren angesichts der Schülerzahlen, ein Faktor, der in die Entscheidung einfließen muss. Die Alternative wäre, sich auf eine reine Grundschule zu konzentrieren.

Weisbrod: Ich finde, es stünde diesem Verwaltungsraum gut zu Gesicht, wenn er an dieser Schulentwicklung teilnehmen würde und deshalb wollen wir uns gemeinsam auf den Weg machen. Auch wir in Reilingen sehen uns nicht allein in der Lage, die komplette Gemeinschaftsschule abzubilden. Es ist daher unser erklärter Wille, das bewährte Trägerkonzept gemeinsam mit Neulußheim beizubehalten. Die Gemeinsamkeit hat in den letzten Jahren hervorragend funktioniert  . . .

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • Drucken
     

    Das Wetter in Schwetzingen

    Schwetzingen - Prognose für 21 Uhr

    Das Wetter am 22.3.2017 in Schwetzingen: stark bewölkt
    MIN. 5°
    MAX. 10°
     

    Ihr Kontakt zur Zeitung

    Fragen? Lob? Kritik?

    So erreichen Sie die Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung:

    Sekretariat 06202/205-300
    Fax 06202/205-392
    E-Mail sz-redaktion@schwetzinger-zeitung.de

    Start ins Berufsleben (4)

    Schwindelfrei müssen alle Azubis sein

    Brühl. Hoch hinaus geht es bei Gerüstbau Walter. Der Meisterbetrieb aus der Hufeisengemeinde stellt Baugerüste in der gesamten Region, in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg. Auch Zuschauertribünen und Sonderbauten für das Nationaltheater gehören zum Repertoire des Familienunternehmens. Den Beruf… [mehr]

    Serie

    Unter uns

    "Unter uns" ist der Titel einer neuen, lose erscheinenden Serie.Darin stellen wir Mitbürger vor, die außerhalb Deutschlands geboren wurden und im Laufe ihres Lebens in unsere Region kamen.Kennen Sie jemanden für die Serie oder haben Sie Anregungen? Dann melden Sie sich bei uns: sz-redaktion@schwetzinger-zeitung.de

    Webcam Schwetzingen

    Blick von der Schwetzinger Zeitung in Richtung Westen auf den Schlossplatz.


    Aktuelles Webcam-Bild in Schwetzingen

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR