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Lußhardtschule: Beim Experimentiertag lernen Grundschüler Naturphänomene kennen / Schallübertragung, Hebelwirkung und Magnetismus sind ein Kinderspiel

Junge Tüftler lösen Probleme mit Neugier

Archiv-Artikel vom Donnerstag, den 12.05.2016

Von unserem Redaktionsmitglied Vanessa Schäfer

Da schauen die Schüler und auch Rektorin Christiane Harz neugierig zu: Lehrerin Anthea Greiner mischt verschiedene Grundfarben und zaubert so ganz neue Farbnuancen. Im Anschluss heißt es für die Kinder: Farben trennen.

© Lenhardt

Neulußheim. Wohin wandert der Schatten, wenn sich die Lichtquelle bewegt? Welche Gegenstände werden von Magneten angezogen? Können Menschen mit den Händen einen Laster angeben? Viele Fragezeichen stehen an diesem Vormittag im Raum. Doch nach und nach lösen sich diese in der Lußhardtschule auf. Die Grundschüler finden Antworten. "Puderzucker löst sich in Wasser, Kaffee und Pfeffer dagegen nicht", weiß Anneli aus der dritten Klasse. "Gegenstände aus Eisen wirken magnetisch", haben Sophie und Marie bemerkt. "Nüsse haben ganz schön viel Fett", lautet das Fazit von Samira und Juli.

Experimentieren steht auf dem Stundenplan der Erst- bis Viertklässler. Einen ganzen Tag lang beschäftigen sie sich mit Naturphänomenen, kommen physikalischen Gesetzen auf die Schliche und werden dabei selbst zu kleinen Wissenschaftlern. Learning by doing ist beim ersten Experimentiertag der Schule die Devise. Und das lassen sich die Kinder nicht zweimal sagen. "Der Tag soll die Experimentierfreude der Schüler wecken, sie sollen ganz verschiedene Phänomene kennenlernen", erläutert Lehrerin Anthea Greiner, die zusammen mit ihrer Kollegin Bettina Scram für den Aktionstag verantwortlich zeichnet.

Schwere Bücher einfach heben

Was zunächst ein Ding der Unmöglichkeit scheint, funktioniert am Ende tatsächlich. So etwa bei den Erst- und Zweitklässlern. Einen dicken Bücherstapel heben - das kann höchstens der Papa. Doch dann kommen die Schüler der Hebelwirkung auf die Spur und merken: Dank der, einem Brett und Rollen schaffen sie es sogar selbst.

Dass eine Trommel eine Kerze ausschlagen kann, das erfahren die Schüler bei Tanja Löschmann. Bei ihr dreht sich alles um die Schallübertragung. Die Kinder schlagen eine in der Mitte eines Fadens befestigte Gabel an, halten dann die Fadenenden an ihre Ohren. "Man hört es vibrieren", stellen sie fest. Vibrieren sehen können sie dagegen die Wasseroberfläche in einem Glas, in das sie eine angeschlagene Stimmgabel tunken. Ganz schön beeindruckend, die Sache mit dem Schall, vor allem, als Tanja Löschmann am Ende die große Trommel anschlägt und damit Reiskörner tanzen lässt.

Nebenan ist Luis aus der 2 b gerade mit der Taschenlampe am Forschen. Er strahlt eine Feenfigur an, die einen Schatten an die Wand wirft. "Wenn ich die Taschenlampe hierher bewege, wandert der Schatten nach rechts", stellt der Zweitklässler fest, als er weit mit dem linken Arm ausholt, um die Fee anzustrahlen. Seine Klassenkameraden leuchten dagegen auf einen Globus. Wo ist es überall Tag, wenn bei uns die Sonne scheint? Das gilt es bei diesem Experiment herauszufinden.

"Es ist wichtig, die Kinder an Naturwissenschaften heranzuführen, zu Hause haben sie wenig Möglichkeiten solche Dinge auszuprobieren", will Rektorin Christiane Harz den Experimentiertag fest im Schulkalender verankern. Die Versuche bestärken die Grundschüler. Denn auf jedes Problem, jede Frage, die es zu lösen gilt, folgt ein Erfolgserlebnis. So auch bei den Experimenten zum Fettlösen. Chips, Salatgurke, Kekse reiben die Kinder dazu auf einem Blatt Papier. Was bleibt? Wo bleibt ein Fettfilm zurück? Das ist bei diesem Versuch nicht zu übersehen.

Farben lassen sich trennen

Und übersehen lässt sich auch kaum, dass sich Farben nicht nur mischen, sondern auch wieder trennen lassen. Dazu greifen die Schüler zu Filzstiften und Filterpapier, malen einen großen Punkt darauf und geben Wasser hinzu. Das Filterpapier saugt das Wasser auf und trennt die einzelnen Farben auf. So wird aus Schwarz auf einmal bunt.

Beeindruckende Phänomene lernen die Schüler an diesem Tag kennen. Die Ergebnisse werden dokumentiert, wie es sich für einen Wissenschaftler gehört, und in einem Experimentierbuch festgehalten. Für den nächsten Experimentiertag müssen sich die Lehrer also wieder etwas Neues einfallen lassen, um den Wissensdurst der Schüler zu stillen. Wie gut, dass es da noch einige Fragezeichen gibt, auf die die Kinder Antworten suchen - mit der Neugier eines Wissenschaftlers.

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 12.05.2016

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