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Lußhardt-Schule: Autor Michail Krausnick liest Viertklässlern aus seinem ersten Mädchenroman „Der Hauptgewinn“ vor / Schüler stellen dem Besucher viele Fragen

Lauter Kicheralarm im Klassenraum

Archiv-Artikel vom Donnerstag, den 29.10.2015

Von unserem Redaktionsmitglied Katharina Schwindt

Von jungen Lesern umzingelt: Autor Michail Krausnick stellt den Viertklässlern seinen Roman "Der Hauptgewinn" vor und verteilt im Anschluss noch großzügig Autogramme an seine Zuhörer.

© Lenhardt

Neulussheim. Frühreife Mädchen im Boybandfieber - ein Zustand, der nicht nur für Betroffene selbst anstrengend ist, sondern vor allem auch für Eltern. Der Autor Michail Krausnick kennt das nur zu gut, denn seine Tochter Gisela hatte dieses Fieber einst auch erwischt.

Im Halbkreis sitzend lauschen die Schüler der Klassen 4 a und 4 b der Lußhardt-Schule ihrem Besucher aus Heidelberg. Anstatt normalem Unterricht dürfen sie sich heute einen ganzen Tag lang mit den Themen Schreiben und Lesen beschäftigen.

Autor Michail Krausnick ist anlässlich des "Fredericktags" - einer bundesweiten Literaturaktion - mit seinem neuen Buch "Der Hauptgewinn" vorbeigekommen, um einige Passagen daraus vorzulesen. Zuvor gibt er den Schülern die Möglichkeit, ihrer Neugierde freien Lauf zu lassen: "Was nervt Sie eigentlich?", will eine Schülerin wissen. "Nun, mich nervt so schnell nichts. Außer, wenn ich in Ruhe schreiben möchte und das Telefon andauernd klingelt", erklärt der 71-Jährige gelassen.

Ideen entspringen aus dem Leben

Woher er seine Ideen nehme, ist ebenfalls schnell erklärt: aus dem Leben. So auch die Idee für seinen ersten Mädchenroman: Gisi ist zehn Jahre alt und hat eine Leidenschaft für die Musikgruppe ,Ketchup-Boys'. Vor allem Bandmitglied Ben hat es ihr angetan. Nur gut, dass im Fanclub die ,Boys' genau aufgeteilt sind, so dass keine Eifersüchteleien entstehen können. Wenn die Mädchen kreischend vor dem Fernseher sitzen, wundert sich Giselas Bruder. "Welche Sau wird denn hier geschlachtet", liest Krausnick vor. Die Schüler der Lußhardt-Schule lauschen gebannt jedem Wort, beim Namen Ben bricht Gelächter aus, Finger zeigen auf einen Jungen im Raum. Dieser heißt offensichtlich ebenfalls Ben, was die Kids zu amüsieren scheint. Doch Krausnick lässt sich nicht lange unterbrechen: Als die Band für ein Konzert nach Frankfurt kommt, geht der Wahnsinn richtig los, von dem auch Gisis Eltern, "also meine Frau und ich", betroffen sind. Wie der Konzertbesuch endet und ob Gisi ihren Schwarm persönlich trifft, lässt der Autor offen.

Die Geschichte von Gisi basiere auf wahren Begebenheiten: "Unsere Tochter hat das so erlebt, genauer gesagt erlitten", scherzt der Autor im Gespräch mit unserer Zeitung. Sein erstes Kinderbuch habe er Sohn Matthias zu verdanken. Er habe gewollt, dass Papa ein Buch über Ritter schreibt und sogar sein Sparschwein als Anzahlung dafür geopfert. "Nun wollte ich auch mal ein Mädchenbuch schreiben, wobei es wohl das erste und letzte gewesen sein wird", verkündet er. Der neunjährigen Alena hat es jedenfalls gefallen: "Ich finde die Geschichte sehr gut. Am liebsten lese ich Hexe Lilli", sagt sie.

"Lukas hat großes Talent"

Zum Schluss darf der neunjährige Lukas seine selbst geschriebene Kurzgeschichte über eine versehentlich zerbrochene Glaskugel in Nachbars Garten vorlesen, die Michail Krausnick daraufhin bewertet: "Du hast großes Talent. Wenn du weiterhin übst, könnte aus dir ein richtiger Autor werden." Worte, die Lukas' Augen zum Leuchten bringen.

Noch bis zum Ende der Woche dreht sich in der Lußhardt-Schule alles ums Schreiben und Lesen. "Wir machen das, wenn möglich, einmal im Jahr und wollen so das Lesen fördern. Im Anschluss an die Lesung von Herrn Krausnick geht es gleich in die Schreibwerkstatt", erklärt Konrektor Steffen Schneider.

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 29.10.2015

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