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Verkehr: Ab Mitte April wird die B36 bei Neulußheim saniert / Grundwasserwannen beschädigt / Umleitung über Reilinger Industriegebiet und Haydnallee

Undichter Beton macht Bauarbeiten nötig

Von unserem Redaktionsmitglied Hanna Weber

Ab April wird die B36 saniert: An zwei Stellen nördlich (Bild rechts oben) und südlich (Bild unten) von Neulußheim muss der Asphalt erneuert werden. Die Karte des Regierungspräsidiums Karlsruhe deutet die geplanten Umleitungsstrecken an: In der ersten Phase bis Herbst geht's in Fahrtrichtung Norden über die L555 und L556 nach Reilingen, dann über die Haydnallee, das Industriegebiet, den Alten Rottweg, die L599 und die L723 zur B36 (U1). Richtung Süden kann durch das Baufeld gefahren werden. Für drei Wochen im Herbst ist laut Regierungspräsidium eine Vollsperrung nötig. Der Verkehr nach Süden wird dann ab der Anschlussstelle B36/B39 ausgeleitet. Das Baufeld muss durch den Ortskern von Neulußheim umfahren werden. An der Ausfahrt Neulußheim Süd geht's wieder auf die B36 (U2).

© zg/HTZ

Neulussheim/Reilingen. Rissige Fahrbahn, undichte Fugen, beschädigter Beton - von Mitte April bis November stehen an der B36 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an. Konkret geht es um eine Stelle unterhalb der Bahnlinie nahe der Waghäuseler Straße und einen Bereich weiter nördlich, wo die B36 auf die B39 stößt. In diesen Bereichen befinden sich die Grundwasserwannen, die die Straße gegen Grundwasser abdichten sollen.

"Diese Abschnitte der rund 28 Jahre alten B36 sind dem heutigen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen und zerbrechen förmlich unter der Verkehrslast", erklärt Markus Schievenhövel vom Regierungspräsidium Karlsruhe auf Anfrage unserer Zeitung. "Die Fahrbahn ist rissig. Untersuchungen am Untergrund haben ergeben, dass der Unterbau, also der Bereich unter den Asphaltschichten, nicht mehr ausreichend tragfähig ist."

"Schicht ist förmlich zerbröselt"

Zudem, so Schievenhövel weiter, seien die Asphaltschichten selbst für die Verkehrsverhältnisse unterdimensioniert. "Die Schicht ist zu dünn für die Verkehrsbelastung." Darunter sei eine gebundene Tragschicht. Auch die sei zu dünn und förmlich zerbröselt. "Hierdurch kommt es zu Rissen in der Fahrbahn, die letztlich zu Schlaglöchern und Ausbrüchen führen."

Da die Schicht unter dem Asphalt kaputt ist, nütze es nichts, nur die Schadstellen zu reparieren. Sie würde an der nächsten Stelle weiter aufbrechen. "Daher muss die Straße jetzt komplett erneuert werden", so Schievenhövel. "Der Zustand des Streckenabschnittes ist schon seit Jahren schlecht, hat sich aber in letzter Zeit weiter verschlechtert und muss nun angegangen werden."

Fugen als Schwachstelle

Die beiden Grundwasserwannen sind Bauwerke aus Beton in U-Form. "Da sich Beton bei unterschiedlichen Temperaturen ausdehnt und zusammenzieht, wurden hier im Abstand von zehn Metern immer wieder Querfugen angebracht, mit denen die Bewegungen aufgenommen werden können", erklärt Schievenhövel.

Diese Fugen seien jedoch die Schwachstelle des Bauwerks. Hier trete bei Beschädigungen das vom Streusalz verunreinigte Wasser ein und wird vom Beton aufgenommen. "Das Salz im Wasser schädigt den Beton so weit, dass der darin liegende Stahl zu rosten anfängt. Damit kann er seine tragende Funktion nicht mehr erfüllen. Weiter kann das Wasser zwischen der Asphaltschicht und dem Betonboden eintreten. Dadurch kann im Winter das Wasser gefrieren und es entstehen Löcher in der Fahrbahn", erklärt Schievenhövel.

Für die Bauarbeiten sei es erforderlich, die B36 zu sperren. Im ersten Abschnitt wird die östliche Fahrbahnhälfte (Fahrtrichtung Norden) gesperrt und bearbeitet. Der Verkehr in Fahrtrichtung Norden wird hierbei laut Schievenhövel für einen Zeitraum von rund sieben Monaten großräumig umgeleitet (U1). Der Verkehr der B36 wird an der Anschlussstelle Rheinhausen/Waghäusel ausgeleitet.

Vollsperrung ab Herbst

Die Umleitungsstrecke verläuft entlang der L555 und L556 über Kirrlach nach Reilingen und dann über die Haydnallee, das Industriegebiet, den Alten Rottweg, die L599 und die L723 zurück zur B36. Der Verkehr in Fahrtrichtung Süden kann mit einer eingeschränkten Breite von drei Metern durch die Baustelle fahren. In diesem Abschnitt ist auch die Zufahrt von der L546 bei Neulußheim auf die B36 gesperrt. Nach der Fertigstellung wird der Verkehr auf die neue Fahrbahn umgelegt. An der Umleitungssituation ändert sich dabei nichts.

Der Asphalteinbau innerhalb der Grundwasserwannen kann laut Schievenhövel aus sicherheitstechnischen Gründen beim Bau der zweiten Fahrbahnhälfte nur unter Vollsperrung ausgeführt werden. Deshalb muss in einem Zeitraum von rund drei Wochen im Oktober/November der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen umgeleitet werden.

Der Verkehr in Fahrtrichtung Karlsruhe wird in diesen drei Wochen ab der Anschlussstelle B36/B39 ausgeleitet. Die Verkehrsteilnehmer müssen dann das Baufeld durch den Ortskern von Neulußheim umfahren und werden an der Ausfahrt Neulußheim Süd wieder auf die Bundesstraße geleitet (U2). Während der Vollsperrung werden somit beide Umleitungsstrecken (U1 und U 2) in Anspruch genommen.

"Müssen die Kröte schlucken"

"Wir müssen die Kröte schlucken, es gibt keine andere Möglichkeit, als über Reilingen umzuleiten", äußert sich Bürgermeister Walter Klein auf Anfrage unserer Zeitung zum Thema. Für die Umleitung über die sanierungsbedürftige Haydnallee statt über die L599 (Hockenheimer- und Hauptstraße) hätten sich Gemeinde, Regierungspräsidium und Straßenverkehrsbehörde entschieden, "weil die Umleitung über die Haydnallee kürzer ist und eher als die L599 am Ortsrand verläuft", so Klein.

Egal, wie die Umleitungen ausgeschildert sind, "wir werden ein erhöhtes Verkehrsaufkommen haben". Die Sanierung der Haydnallee sei ohnehin ein Dringlichkeitsthema, stellt Klein das Gewicht der Auswirkungen in Frage.

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 15.02.2013

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