DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Mittwoch, 22.03.2017

Suchformular
 
 
Schwetzingen Oftersheim Plankstadt Eppelheim Brühl Ketsch Hockenheim Altlußheim Neulußheim Reilingen Speyer

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken

Lußhardtschule: Viertklässler machen sich beim Kliba-Projekt „Stand-by“ mit dem Thema Strom vertraut und lernen, wie sie selbst zur Klimaverbesserung beitragen können

Wo schlummern die Energiefresser?

Archiv-Artikel vom Freitag, den 11.03.2016

Von unserem Redaktionsmitglied Vanessa Schäfer

Werfen einen Blick in den Lampenkoffer: die Viertklässler zusammen mit Kliba-Mitarbeiterin Anita Köhler (r.). Am Ende geht ihnen auch selbst ein Licht auf: Die LED-Lampe frisst deutlich weniger Strom als ihre drei Konkurrenten.

© Lenhardt

Neulußheim. Energie - klar die brauchen wir alle. Das wissen auch die Viertklässler der Lußhardtschule. Schließlich trinken sie morgens gerne ihren Tee, für den das Wasser erst im Wasserkocher erhitzt wird. Außerdem arbeiten sie gerne am Computer, der ebenfalls Strom verbraucht. Und auch auf die Playstation will so mancher Schüler nicht verzichten. Geschweige denn vom Licht, das mehr oder weniger an jedem Tag angeknipst wird. Doch dass so viel Energie unnötig verbraucht wird, das überrascht sie unheimlich. Energieverschwendung ist das eine Stichwort - Stromsparen das andere.

Intensiv setzen sich die beiden vierten Klassen mit dieser Thematik auseinander. "Stand-by" heißt das Projekt der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur (Kliba), das Kinder für den Klimaschutz sensibilisieren soll. Projektleiterin Anita Köhler ist an diesem Vormittag nun schon zum zweiten Mal an der Lußhardtschule zu Gast. Vergangene Woche hat sie die Viertklässler mit den verschiedenen Kraftwerken vertraut gemacht, die zur Stromgewinnung dienen, hat zusammen mit den Schülern deren Vor- und Nachteile herauskristallisiert. "Radioaktivität", erinnern sich in dieser Stunde die Schüler an das große Minus von Kernkraftwerken. "CO2 macht Fieber", geht einer der Viertklässler auf die Klimaerwärmung ein, zu der fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle beitragen. Das haben die Neun- und Zehnjährigen bereits abgespeichert.

Abschalten allein genügt nicht

Heute geht es darum, ob sie ihre Hausaufgaben richtig gemacht haben. Mit einem Strommessgerät hat Anita Köhler den Nachwuchs vergangene Woche nach Hause geschickt, um den Stromfressern auf die Spur zu kommen. Und siehe da: Die Schüler sind fündig geworden. Verschiedene elektronische Geräte, die sie im Alltag begleiten, haben sie genau unter die Lupe genommen. Was verbrauchen sie an Strom, wenn sie angeschaltet sind? Fressen sie etwa auch Energie, wenn sie ausgeschaltet sind? Die Ergebnisse lassen sie erstaunen. So benötigt eine Kaffeemaschine im aktiven Zustand eine Leistung von über 1400 Watt. Und selbst wenn sie nicht läuft, schlägt das Messgerät auf 2,5 Watt aus. Das Nintendo ist da schon sparsamer. 5,1 Watt zeigt das Gerät während des Spielens an. Doch der Wert sinkt auch nach dem Abschalten nicht erheblich. 4,3 Watt ist weiter auf der Anzeige zu lesen.

Die Schüler merken schnell: Der "Stand-by"-Modus von elektronischen Geräten ist tückisch. "Unsere Werte hier sind zwar nicht so hoch", erklärt Anita Köhler, "aber wenn wir das in ganz Deutschland jeden Tag ein Jahr lang messen würden, käme am Ende eine Menge an verschwendeter Energie heraus, für die allein zwei Großkraftwerke in Betrieb sind." Daher steht den Schülern nun die nächste Aufgabe bevor: Wie lässt sich Strom sparen?

Kleine Hilfsmittel im Alltag

Einige Ideen liegen den Lußhardtschülern schon auf der Zunge. "Stecker ziehen, wenn man das Gerät nicht braucht", ist eine davon. "Wenn man aus dem Zimmer geht, das Licht ausmachen", eine andere. Ein wichtiges Hilfsmittel, das Anita Köhler mitgebracht hat, ist den meisten Schülern vertraut: Steckdosenleisten mit Kippschalter. So lässt sich im Nu gleich bei mehreren Geräten der Saft abschalten. Und auch mit einem weiteren Hilfsmittel können manche Schüler etwas anfangen. "Das benutzen wir für unser Aquarium", meint ein Viertklässler, als die "Stand-by"-Expertin eine Zeitschaltuhr in die Höhe hält.

Dann dürfen die Kinder einen Blick in den Lampenkoffer werfen. In diesem sind vier Leuchten angebracht, optisch kaum zu unterscheiden. Doch als die Schüler dann die Schalter umlegen und die Lampen zum Leuchten bringen, werden immense Unterschiede sichtbar. Und zwar im jeweiligen Display. 60 Watt zeigt es für die alte Glühlampe an, 40 für die Halogenlampe. Energiespar- und LED-Lampen schneiden deutlich besser ab. Letztere braucht gerade mal eine Leistung von 8,5 Watt. Mit diesem Wissen zum Energiesparen beizutragen, das fällt leicht und tut der Umwelt gut. Für die Viertklässler ein Kinderspiel.

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 11.03.2016

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • Drucken
     

    Das Wetter in Schwetzingen

    Schwetzingen - Prognose für 21 Uhr

    Das Wetter am 22.3.2017 in Schwetzingen: stark bewölkt
    MIN. 5°
    MAX. 10°
     

    Ihr Kontakt zur Zeitung

    Fragen? Lob? Kritik?

    So erreichen Sie die Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung:

    Sekretariat 06202/205-300
    Fax 06202/205-392
    E-Mail sz-redaktion@schwetzinger-zeitung.de

    Start ins Berufsleben (4)

    Schwindelfrei müssen alle Azubis sein

    Brühl. Hoch hinaus geht es bei Gerüstbau Walter. Der Meisterbetrieb aus der Hufeisengemeinde stellt Baugerüste in der gesamten Region, in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg. Auch Zuschauertribünen und Sonderbauten für das Nationaltheater gehören zum Repertoire des Familienunternehmens. Den Beruf… [mehr]

    Serie

    Unter uns

    "Unter uns" ist der Titel einer neuen, lose erscheinenden Serie.Darin stellen wir Mitbürger vor, die außerhalb Deutschlands geboren wurden und im Laufe ihres Lebens in unsere Region kamen.Kennen Sie jemanden für die Serie oder haben Sie Anregungen? Dann melden Sie sich bei uns: sz-redaktion@schwetzinger-zeitung.de

    Webcam Schwetzingen

    Blick von der Schwetzinger Zeitung in Richtung Westen auf den Schlossplatz.


    Aktuelles Webcam-Bild in Schwetzingen

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR