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Kirche: Predigtreihe „Kann denn Liebe Sünde sein?“ vergleicht die Geschichte von David und Abigail aus dem Alten Testament mit dem heutigen Verhalten der Menschen

Guter Vorsatz für dieses Jahr: Für eine Versöhnung ist es nie zu spät

Oftersheim. In eine archaische Welt führte Diakonin Irmgard Kreiselmeier aus Plankstadt die Gottesdienstbesucher in der Christuskirche. In der Predigtreihe "Kann denn Liebe Sünde sein?" legte sie die Geschichte von David und Abigail aus, eine der schönsten Liebesgeschichten des Alten Testaments.

Die Gesellschaft, in der David und Abigail leben, ist eine Gesellschaft ohne staatliche Macht, aber mit festen Vorstellungen vom rechten Verhalten innerhalb der wechselseitigen Beziehungen. Als Berufskrieger und Anführer einer Truppe schützt David die Hirten und die Herden des reichen Nabal. Beim jährlichen Schafschurfest verweigert Nabal David und seinen Leuten jedoch den Sold. David schwört Rache. In diesem Moment greift die Frau Nabals, die schöne und kluge Abigail, ein. Sie besänftigt David, indem sie aus eigenem Entschluss dem Berufskrieger und seiner Heerschar die gewünschten Naturalien erstattet. Als Abigail ihrem Mann berichtet, welchen Schaden sie von ihm abgewendet hat, trifft ihn der Schlag. David nimmt Abigail zur Frau.

Vorbild an Abigail nehmen

Drei Punkte griff Irmgard Kreiselmeier aus der Geschichte heraus und betonte ihre zeitlose Gültigkeit wie die Gier, die um relativ kurzfristiger Vorteile willen die Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Beziehungen zerstöre. Der brutale Nabal, der im Augenblick seines Erfolgs von den Bemühungen Davids nichts mehr wissen wolle, verkörpere diese Einstellung: "Doch wir alle wissen, dass diese Haltung nicht auf archaische Zeiten beschränkt ist", so Kreiselmeier.

Zweitens das überlegte Handeln durch Abigail, das in einer Situation auswegloser Feindschaft nach Wegen der Versöhnung suchte. "Für uns alle wäre es ein guter Vorsatz, dem Vorbild der Abigail zu folgen und in diesem Jahr die Versöhnung mit einem Feind oder einer Feindin auf die Bahn zu bringen!" An dritter Stelle kam die Liebe, die sich in dem Wunsch Abigails zeige, dass die Seele Davids eingebunden sei in die Gemeinschaft derer, die vom Herrn bewahrt werden: Und eine schönere Bitte, als ins Buch des Lebens eingeschrieben zu werden, kann sich die Diakonin für die Menschen nicht vorstellen. gz/zg

© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 15.02.2013

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