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Meine grüne Oase (Teil 21): In ihrem Steingarten entspannt sich Inge Wendel vom Obst- und Gemüseanbau / Pflanzen vom Flohmarkt verhilft sie zu neuer Pracht

Herbstdeko aus Kürbissen und Kastanien

Von unserem Redaktionsmitglied Carina Troll

Inmitten des Steingartens hat Inge Wendel eine Weinrebe gepflanzt (oben). Die Ernte aus dem Kräutergarten trocknet derzeit. Kräuter dienen ebenso als Dekoration wie diese selbst bemalte Gießkanne oder Produkte der Saison.

© Troll

Oftersheim. "Bist du schon wieder im Garten?" - das stelle ihr Mann Heinrich häufig fest, berichtet Inge Wendel. "Aber alleine macht es sich eben nicht." Die Oftersheimerin blickt über ihr Reich, dem sie täglich eine Stunde widmet. Einen Steingarten hat sie hinter dem Haus in der Max-Planck-Straße angelegt, in dem die Familie seit 40 Jahren wohnt. "Sie haben nicht so viel Arbeit damit, müssen Sie wissen."

Stimmt, zumindest wenn es ums Unkraut jäten oder Erde harken geht. Arbeit gibt es dennoch zuhauf. Denn die Pflanzen, die inmitten der Steine oder am Rand in Kübeln wachsen, wollen umsorgt werden. Das kann die 71-Jährige gut. Diese Geranien habe sie selbst gezogen, sagt sie und deutet auf einen Trog. Ein Blumentopf steht neben dem anderen. Kresse hat sie in einen gesät, in einem anderen wächst ein Kleeblatt. Viele Pflanzen habe sie vom Flohmarkt, etwa aus Brühl. "Da gehe ich gern hin, da kriege ich sie günstig", sagt Wendel. Ihre Strategie: Die Pflanzen hochpäppeln, bis sie erneut in schönster Pracht erstrahlen. So hat auch ein Flohmarkt-Kaktus in diesem Sommer wieder eine hübsche Blüte getragen. Machtlos hingegen sei sie bei der Raupenplage gewesen, die kürzlich zwei Buchsbäume befallen hat. "30 Jahre haben wir sie gehabt", bedauert Wendel den Verlust. Ein Schmetterling habe dort seine Eier abgelegt. "Das war wie eine Invasion, der geht nur an den Buchsbaum. Und Spritzen hat keinen Sinn." Ersatz hat Wendel mit zwei Weinreben gefunden.

Im Steingarten und auf der Terrasse zwischen den Pflanzen fällt der Blick immer wieder auf Figuren. In einer Ecke thront ein großer Buddha. "Er beruhigt mich." Auch Tierfiguren haben es ihr angetan. Zu ihren Füßen sitzt ein Lämmchen, das sie aus Tschechien mitgebracht hat. "Das ist mein Liebling." Sogar der Gartentisch ist dekoriert, es kommt einer Ausstellung gleich.

Obst aus eigenen Anbau, Sonnenblumen aus dem Garten, zwei Blumenkränze, ein Stein mit der Aufschrift: "Väter sind wie Sonnenblumen im Garten - sie überblicken alles". Die Herbstdekoration hat Einzug gehalten. Einen kleinen Metallwagen hat Wendel liebevoll geschmückt: Kürbisse, Kastanien, Hagebutten, Maiskolben, Weizenähren - ein herbstliches Sammelsurium. "Das habe ich in Speyer auf dem Bauernmarkt gesehen und gedacht, das kann ich auch selbst machen."

Erschwerte Gemüseaufzucht

Neben dem Steingarten, den die Oftersheimerin zur Entspannung nutzt, gibt es den Obst- und Gemüsegarten, abgetrennt durch die Garage. "Zwei Apfelbäume, eine Zwetschge, Tomaten, Bohnen", zählt die Hobbygärtnerin, die auch bei den Landfrauen aktiv ist, einige Sorten auf. Im vergangenen Jahr hatte sie auch Zucchini, aber in diesem Jahr haben ihr die Schnecken die selbst gezogenen Pflänzchen zunichtegemacht. Generell sei es schwierig geworden mit dem Gemüse, zum Beispiel mit den Radieschen. "Erst sind sie so klein, dann kommt die Hitze, dann schießen sie hoch und unten ist nichts dran." Pflanzen könnten sich bei dem heutigen Wetter nicht richtig entwickeln, die Übergangszeit zwischen Winter und Sommer fehle. Bald, wenn die kalten Tage nahen, wird auch Wendel ihre Oase räumen müssen. "Die Pflanzen, die nicht winterhart sind, stelle ich ins Haus." Auch einige Keramikfiguren werden in den Keller oder unter das schützende Dach gestellt. Was jetzt noch als Dekoration dient, wird dann verwertet: Unter dem Dach hat Wendel eine Leine gespannt, daran trocknen derzeit Bohnenkraut, Pfefferminze, Zitronenmelisse, Liebstöckel, Brennnesseln und Estragon, alles aus eigenem Anbau. Im Winter können sich Inge und Heinrich Wendel die Ernte schmecken lassen.

© Schwetzinger Zeitung, Montag, 01.10.2012

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