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Katholische Frauengemeinschaft: Unter der fachkundigen Führung von Rudi Lerche wurde die Stadt Weinheim erkundet

Kurfürstin starb im heutigen Arbeitszimmer des OB

Plankstadt. Zum sechsten Mal machten sich die Mitglieder der katholischen Frauengemeinschaft (KFD) mit Rudi Lerche, der es immer wieder versteht, auf charmante Art, Wissenswertes aus der näheren Heimat zu vermitteln, auf den Weg.

Mit Sonne im Herzen und erwartungsvoll fuhren die KFDlerinnen mit ihrem Präses Pfarrer Reinholt Lovasz bei Regen nach Weinheim und freuten sich schon auf den Empfang durch Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard im "Trockenen". Rudi Lerche hatte die Begegnung arrangiert, und herzlich wurden die Damen vom charmanten OB im kleinen Sitzungssaal des Rathauses, welches sich im 1537 erbauten kurpfälzischen Schloss befindet, empfangen.

Historisches, Sehenswertes und Wirtschaftliches erfuhren die aufmerksamen Zuhörerinnen. Vom Gerberviertel mit seinen fränkischen Fachwerkhäusern, der Altstadt, von Schloss und Schlosspark. Der Name Weinheim kommt übrigens nicht vom Wein, sondern aus dem fränkischen "Winos Heim".

Nachdem es draußen immer noch in Strömen regnete und das vorgesehene Programm gestrichen werden musste, ließ es sich der Oberbürgermeister trotz seiner knappen Zeit nicht nehmen, den Aufenthalt der Plankstadterinnen bei ihm zu verlängern. So staunten sie nicht schlecht, als sie erfuhren, dass Elisabeth Auguste, die Gattin Carl Theodors, ihr letztes Lebensjahr im Weinheimer Schloss verbrachte und mit großer Wahrscheinlichkeit im jetzigen Arbeitszimmer des OB verstorben ist.

Nicht gewusst hat die Gruppe, dass gar eine sogenannte "Ferntrauung" mit Kurfürst Johann Wilhelm und Maria Louisa aus dem Hause Medici stattgefunden hatte. 100 000 Taler Vermögen hatten dabei sicher eine große Rolle gespielt. hgü

© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 13.07.2012

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