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Thomas Kröncke im Interview: Bürgermeisterkandidat Thomas Kröncke im Gespräch / 47-Jähriger will managen statt verwalten / Demografischer Wandel als Thema im Vordergrund

„Den Reilinger Bürgern aktiv zuhören“

Von unserem Redaktionsmitglied Hanna Weber

Thomas Kröncke mit seiner Frau Eva, Sohn Mathias (13), Tochter Marie-Sophie (17) und Zwergschnauzer Karla.

© Privat

Reilingen. "Thomas Kröncke sieht sich als Manager statt Verwalter", titelte unsere Zeitung am 4. Februar. Tags zuvor hatte uns der 47-Jährige mitgeteilt, dass er bei der Bürgermeisterwahl kandidiert. Warum will Kröncke lieber managen statt verwalten? Welche Themen sind ihm wichtig? Warum liegt dem gebürtigen Sandhäuser Reilingen am Herzen? Unter anderem dazu äußerte er sich im Gespräch mit unserer Zeitung.

Sie sind in Sandhausen geboren und wohnen erst seit 1998 in Reilingen. Worin liegt Ihre Verbundenheit zur Spargelgemeinde?

Thomas Kröncke: Zunächst einmal sind meine Frau und deren Familie Ur-Reilinger. Nachdem wir uns kennengelernt hatten, haben Eva und ich gemeinsam in Sandhausen gewohnt. Der Ort war mir irgendwann zu städtisch und zu unpersönlich. Als sich dann die Gelegenheit ergab, haben wir ein Haus auf dem Grundstück der Schwiegereltern gebaut. Ich fühle mich hier wohl und das sage ich nicht einfach so. Hier kann ich wunderbar joggen, auch der Mix aus Landwirtschaft und Gewerbe gefällt mir gut. Toll ist auch die Innenentwicklung, zum Beispiel mit dem REWE- Markt.

Wie hat Ihre Familie auf Ihre Entscheidung, bei der Bürgermeisterwahl zu kandidieren, reagiert?

Kröncke: Mit meiner Frau habe ich das Thema schon länger diskutiert. Sie hat sofort gesagt, dass es für Sie kein Problem ist, dann als Gemeinderätin zurückzutreten. Ich war jahrelang hinter ihr gestanden, da war es für sie selbstverständlich, dass sie dann mich unterstützt. Mein Sohn findet es klasse, dass ich antrete, genauso wie meine Tochter, die mich im Wahlkampfteam unterstützt.

Ihre Frau sitzt für die SPD im Gemeinderat. Da könnte man meinen, dass Sie den Sozialdemokraten nahestehen  . . .

Kröncke: Ich trete überparteilich an, bin in keiner Partei oder Wählervereinigung Mitglied und werde von keiner solchen Gruppe unterstützt.

Was reizt Sie am Amt des Bürgermeisters?

Kröncke: Meine Frau ist ja Gemeinderätin. Da wird dann schon viel diskutiert und ich habe gemerkt, dass ich Spaß an Kommunalpolitik habe. Auch mit Bürgermeister Walter Klein habe ich schon einige Themen diskutiert. Als dann klar war, dass er nicht mehr antritt, dachte ich mir "Mensch, das wär' doch was". Ich sehe hier und da Verbesserungsbedarf. Als Bürgermeister kann ich was bewegen, zum Beispiel beim demografischen Wandel, das ist ein ganz großes Thema, bei dem es viel zu tun gibt.

Uwe Schuppel, einer Ihrer Gegner, betonte im Gespräch mit uns seine fachliche Kompetenz als Verwaltungsmitarbeiter. Die haben Sie ja nicht...

Kröncke: Es kann sein, dass mancher sagt, der kennt sich nicht mit Bürokratie aus. Ich muss nicht jedes Detail kennen. Dafür gibt es Mitarbeiter, die in Reilingen einen sehr guten Job machen. Meine Stärke ist es, mich in fremde Themen schnell einzuarbeiten, Projekte anzugehen, sie zu managen und umzusetzen. Aus meiner Arbeit in der freien Wirtschaft bringe ich frischen Wind mit, ich bin sehr gut vernetzt. Meine fachliche Kompetenz liegt nicht unbedingt auf der Hand. Aber durch mein Studium mit dem Schwerpunkt betriebswirtschaftliche Organisation und vor allem meinen Beruf - ich leite einen Geschäftsbereich mit 60 Mitarbeitern - bin ich qualifiziert. Fest steht, dass Reilingen für mich eine Herzensangelegenheit ist und ich den Job so gut machen will, dass ich nicht nur eine Periode im Amt bin.

Welche Chancen haben Sie also Ihres Erachtens nach?

Kröncke: Natürlich mache ich mir Gedanken über die anderen Kandidaten. Die sind gut, aber ich brauche mich nicht scheuen. Die Leute werden mich bürgernah erleben. Die interessieren sich dafür, ob ich sie und ihre Probleme wahrnehme und darauf eingehe. Dass ich das auch umsetze, kann ich glaubwürdig rüberbringen.

Wenn Sie die Wahl gewinnen - welchen Führungsstil würden Sie pflegen?

Kröncke: Ich bin ein Teamarbeiter. Im Team lassen sich die besten Ideen finden. Mir ist es wichtig, Transparenz zu schaffen. Nach außen hin ist das Wichtigste für mich, dass ich den Leuten aktiv zuhöre. Dazu gehört es auch, sich Notizen zu machen. Nur so kann ich mich auch um die Probleme der Bürger kümmern.

Welches sind Ihre Themen? In welchen Bereichen sehen Sie Verbesserungsbedarf?

Kröncke: Im Vordergrund steht der demografische Wandel. Das Thema beschäftigt auch uns in Reilingen die nächsten zehn Jahre und mehr. Auch auf die Betriebe wirkt sich der demografische Wandel aus. Da will ich sehen, ob ich die Unternehmen mit meiner Erfahrung unterstützen kann. Und ich möchte schauen, dass wir mehr Einrichtungen haben, die unseren älteren Bürgern gerecht werden. Wichtig ist, die Jugend an Reilingen zu binden, dass sie sich daheim fühlt und auch in Zukunft bleibt. Für mich wichtige Bereiche sind auch Ökologie und Verkehrspolitik. Ein konkretes Thema ist die Initiative "Bürger helfen Bürgern". Das gibt es schon in anderen Gemeinden. Ich möchte das Projekt, bei dem es um kleine Hilfeleistungen geht, ergänzen und unter anderem ein Internetforum einsetzen, damit Anfragen schnell erfasst werden, um zeitnah zu helfen.

Wie sieht Ihre Strategie bis zur Wahl im April aus?

Kröncke: Viel möchte ich dazu noch nicht sagen, auch weil sich einige Themen durch die Gespräche mit den Bürgern erst noch ergeben werden. Aber ganz oben steht für mich der Kontakt zu den Bürgern. Daneben stehen auch Gespräche mit Vereinen und Unternehmen an.

© Hockenheimer Tageszeitung, Mittwoch, 13.02.2013

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