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Welterbeantrag: Oberbürgermeister Dr. René Pöltl berichtet von der Unesco-Sitzung und Hintergründen / Zitterpartie hält an

„Die Anspannung ist zu spüren“

Kann das Komitee seiner Schönheit wirklich widerstehen? Der Schlossgarten ist und bleibt eine Augenweide.

© Lenhardt

Sankt Petersburg. Regen fällt über St. Petersburg, von Sommer keine Spur. Das trübe Wetter passt irgendwie auch zur Stimmung rund um die Tagung des Unesco-Welterbekomitees. "Es ist insgesamt eine schwierige Sitzung der Unesco und des Welterbekomitees, es sind sehr knifflige Themen, die Anspannung ist deutlich zu spüren, und das macht die Arbeit zugunsten unseres Antrags leider nicht leichter."

Oberbürgermeister (OB) Dr. René Pöltl zeichnet auf Anfrage unserer Zeitung in einer E-Mail die Situation in Russlands zweitgrößter Stadt auf. Dort weilt Schwetzingens Stadtoberhaupt seit dem Wochenende, um die Entscheidung des Welterbe-Komitees zu verfolgen, das darüber entscheidet, ob Schwetzingen mit dem Schlossgarten in die Welterbeliste aufgenommen wird.

Abenteuer gleich zum Auftakt

Es ist ein besonderes Abenteuer, auf das sich die Stadt eingelassen hat - und abenteuerlich begann auch die Reise nach St. Petersburg für den Oberbürgermeister. Denn sein Visum kam erst in letzter Minute (am Freitagabend - Samstag hob sein Flieger ab). Eine Zitterpartie - wie auch "Welt online" titelte: "Bayreuth und Schwetzingen müssen zittern" heißt dort die jüngste Schlagzeile in Sachen Welterbe - das macht die Stimmung nicht besser. "Politische Querelen könnten es ihnen schwer machen", mutmaßt "Welt online" in seinem Artikel und nennt in diesem Zusammenhang den Eilantrag der Palästinenser, die die Geburtskirche Jesu in Bethlehem mit dem Welterbetitel schmücken möchten. Christliche Kirchenvertreter stehen diesem Antrag kritisch gegenüber, da sie die Geburtskirche unter anderem aus politischen Auseinandersetzungen raushalten wollen. Und dann wäre da noch Deutschlands Triumphzug in Sachen Welterbetitel aus dem Vorjahr: 2011 wurden mit den Alten Buchenwäldern, dem Fagus-Werk des Architekten Walter Gropius und den historischen Pfahlbausiedlungen gleich drei Neueinschreibungen in die Welterbeliste aufgenommen.

Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, auch bei OB Pöltl, der auf viele gedrückte Daumen in der Heimat zählt. Er selbst sitzt von morgens bis abends im Plenum. "Wir führen viele Gespräche, wobei die maßgebende Rolle natürlich auch dem Auswärtigen Amt und der deutschen Unesco-Botschafterin zukommt", beschreibt er. Staatsministerin Cornelia Piper musste allerdings aus Termingründen wieder abreisen. Deutschland darf als Mitglied des Komitees für den eigenen Antrag keine Lobbyarbeit leisten, diese Regel gilt seit letztem Jahr, so dass es insgesamt deutlich schwieriger geworden ist, in der Sitzung zugunsten des eigenen Antrags zu arbeiten, so Pöltl: "Wir werden sehen, was die kommenden Tage noch bringen, wir bleiben dran."

Von St. Petersburg hat Schwetzingens Stadtchef bislang nicht viel zu sehen bekommen, "da wir hier im Kongresszentrum sind und versuchen, in der Sache weiterzukommen". Nur am Sonntag fand er etwas Zeit, um einen Abstecher in die Eremitage von St. Petersburg zu machen - "sehr beeindruckend", wie er verrät. Gestern Abend weilte Pöltl im Anschluss an die Sitzung bei einem Empfang des Gouverneurs von St. Petersburg im Park der Sommerresidenz Peterhof, am Samstag steht eine Feier zum 40-jährigen Bestehen der Welterbe-Konvention an.

Zittern müssen OB Pöltl und die Schwetzinger erstmal weiter - das Komitee tagt bis 6. Juli. Und hoffentlich mit einem guten Ausgang für die kurpfälzische Perle. kaba

© Schwetzinger Zeitung, Mittwoch, 27.06.2012

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