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„Meine grüne Oase“ (Teil 22): Birgit und Thilo Schildhorn haben in wenigen Jahren eine Ackerfläche in einen abwechslungsreichen Garten umgestaltet

Entspannen im japanischen Teehaus

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Beister

Das ist die grüne Oase der Familie Schildhorn: Aus dem früheren Hühnerstall (links) ist der Geräteschuppen geworden. Überall gibt es Sitzgelegenheiten - unter anderem im selbst entworfenen japanischen Teehaus.

© Beister

Als die Schwetzingerin Birgit Schildhorn von der Dachterrasse auf ihren Garten blickt und ihre 530 Quadratmeter sattes Grün mit farbenfrohen Pflanzen und plätscherndem Wasser sieht, sagt sie: "Das war eine schreckliche Wildnis." Sieben Jahre sind inzwischen vergangen, seit sie mit ihrem Mann Thilo in das ehemalige Haus ihres Onkels im Kleinen Feld gezogen ist. Wo früher ihre Großmutter Spargel und Gemüse angebaut hat, haben sich Schildhorns in jahrelanger und mühevoller Arbeit ihre erholsame Rückzugsstätte geschaffen.

Die Liebe zum Detail fällt schnell ins Auge: Klangkörper, die im Wind Geräusche machen, kleine Stein- und Tonfiguren, ein Springbrunnen, dessen Wasser sich durch Steine den Weg in einen Teich bahnt. Dass dieser wie ein Herz geformt ist, ist Birgit Schildhorn erst später aufgefallen. Im Wasser schwimmen jede Menge kleiner roter Fische. "Mein Vater hat am Anfang nur zwei oder drei reingesetzt. Aber die haben sich gut vermehrt", erzählt Birgit Schildhorn. Solarlampen leuchten in der Dunkelheit entlang der Wege. "Unser Nachbar hat gesagt, das würde nachts aussehen wie eine Landebahn auf dem Flughafen", verrät Birgit Schildhorn und lacht.

"Gartenarbeit ist mein Ding"

Die Gartenarbeit ist für die 54-Jährige eine große Leidenschaft. Sie ist die treibende Kraft, die kreative Ideengeberin. "Das ist mein Ding", sagt die Erzieherin. Ihr Mann Thilo ist eher für die technischen Arbeiten zuständig, hat unter anderem den Wasserlauf gelegt sowie eine 3000 Liter fassende Zisterne unter die Erde gesetzt, die Regenwasser zum Gießen der Pflanzen speichert. "Das braucht er als Ausgleich zum Schreibtisch", sagt Birgit Schildhorn.

Der Garten ist in drei Bereiche unterteilt: eine mediterrane Ecke mit Zypressen, Lavendel und jeder Menge Kräutern. Ein asiatischer Bereich, in dem das Blutgras feurig rot leuchtet, japanische Spindelsträucher wachsen und Buddha-Figuren den Weg begleiten. Und eine bäuerliche Ecke mit einem alten Terrakottaofen und alten Rosensorten, die Birgit Schildhorn von einem Bauernhof mitgebracht hat. Auch hier laden ein Tisch und Stühle zum gemütlichen Sitzen ein - wie in jeder Ecke des Gartens.

Ein guter Platz für jede Tageszeit

So steht den Schildhorns für jede Tages- und Jahreszeit der richtige Platz zur Verfügung: in der mediterranen Ecke morgens, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf die Erde kommen. In der bäuerlichen Ecke, wenn abends die Sonne langsam am Horizont verschwindet. Und die asiatische Ecke, wenn die Hitze im Sommer unerträglich wird und das Paar ein schattiges Plätzchen sucht. "Dann ist es hier immer ein bisschen luftig", meint Birgit Schildhorn.

Die Spuren von früher, als das Gartengrundstück noch landwirtschaftlich genutzt wurde, sind noch überall zu erkennen: Eine alte Leiter schmückt als Ablage eine Sitzecke, der ehemalige Hühnerstall wurde zum Geräteschuppen umfunktioniert und an der Stelle des Hundezwingers steht nun der Höhepunkt des Gartens: ein kleines japanisches Teehaus. "Das hat mein Mann selbst entworfen und gebaut", erzählt Birgit Schildhorn nicht ohne Stolz. Das rund acht Quadratmeter große Häuschen ist der Lieblingsort des Ehepaares. Auf dem Boden liegen bequeme Matten, um sich entspannt hinlegen zu können. Deswegen zieht Birgit Schildhorn auch erst einmal die Schuhe aus, wenn sie in das rot-weiße Häuschen geht. Und das Teehaus macht seiner Bezeichnung alle Ehre: "Wir trinken hier leidenschaftlich gerne Schwarztee", erzählt Birgit Schildhorn. Sogar Strom ist verlegt, eine Glühbirne sorgt für ausreichend Licht zum Lesen.

"Manchmal ging der dreiwöchige Urlaub für den Garten drauf", weiß Birgit Schildhorn, wie viel Arbeit in dessen Gestaltung steckt. "Wir sind teilweise extra nicht im Sommer in den Urlaub gefahren, um niemanden zum Pflanzengießen zu brauchen." Und was steht als nächstes im Garten an? Birgit Schildhorn lacht. "Jetzt reicht es erstmal", sagt sie und blickt noch einmal über ihr gemeinsames Paradies.

© Schwetzinger Zeitung, Samstag, 06.10.2012

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