Telekommunikation:
1400 ISDN-Kunden von Vodafone sind von Schaden im Stellwerk betroffen
Kabelriss legt Telefone lahm
Von unserem Redaktionsmitglied Vanessa Schäfer
Region.
Wenn in der Redaktion mal das Telefon verstummt, ist das im ersten Augenblick ein Grund zum Aufatmen. Bleibt die Leitung jedoch über Stunden tot, besteht Anlass zur Sorge. Von Dienstagabend bis gestern Mittag waren wir für unsere Leser telefonisch nicht erreichbar. Als Ursache für die Funkstille nahmen wir zunächst einen Defekt unserer Telefonanlage an, wurden allerdings von unseren Lesern auf unserer Facebook-Seite eines Besseren belehrt: Dass in Ketsch ebenfalls das Telefon lahmgelegt sei, teilte uns Annika Staudt mit. "Internet geht auch nicht und Fax natürlich ebenfalls nicht", ließ uns Leserin Annette Menges wissen. Ein weiterer Leser hatte sich bereits bei seinem Telefonanbieter schlaugemacht: "1&1 spricht von einer Großraumstörung."
Aufwendige Reparaturarbeiten
Ursache für die weiträumige Stille in der Region ist nach Angaben von Dirk Ellenbeck, Sprecher von Vodafone, ein Kabelschaden im Stellwerk der Deutschen Bahn in Schwetzingen. Dieser hätte Auswirkungen auf 1400 ISDN-Kunden von Vodafone und deren Tochterunternehmen in Schwetzingen, Oftersheim und Ketsch gehabt, deren Leitungen an diesen Verteiler angeschlossen seien, teilte uns der Pressesprecher auf Anfrage mit. Dass die Reparaturarbeiten so viel Zeit in Anspruch genommen haben, sei Ellenbeck zufolge auf die Glasfaserkabel zurückzuführen: "Die Leitungen sind so dünn wie ein menschliches Haar, daher sind auftretende Schäden nur aufwendig zu beheben."
Worauf der Kabelschaden letztendlich zurückzuführen ist, ist unklar. Eine Beschädigung durch Baumaßnahmen kann Roland Kortz, Sprecher der Deutschen Bahn, ausschließen. Denn am Stellwerk seien derzeit keine Arbeiten zugange.
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