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Welterbe: 36 Stätten stehen derzeit in Deutschland auf der Liste des Unesco-Kultur- und Naturerbes / Nur Dresden wurde gestrichen

Schwetzingen wäre in illustrem Kreis

Von unserem Redaktionsmitglied Andreas Lin

Seit Montag ist erneut die Gutachterkommission zu Gast, die prüfen soll, inwieweit der Schwetzinger Antrag auf Aufnahme in die Liste des

Unesco-Weltkulturerbes Hand und Fuß hat (wir berichteten). Von dieser Entscheidung wird maßgeblich abhängen, ob die kurfürstliche Sommerresidenz von der Tentativliste (Vorschlagsliste) auf die Welterbeliste aufsteigen kann. In diesem Zusammenhang lohnt einmal ein Blick, was denn in Deutschland bereits anerkanntes Weltkultur- oder Weltnaturerbe ist.

Zum Welterbe in Deutschland gehören 48 Kultur- und Naturgüter, davon 36 Welterbestätten, 13 Beiträge zum Weltdokumentenerbe sowie bisher keine Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit. Nur in drei anderen Staaten sind mehr Stätten in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen worden. Zugleich ist Deutschland das weltweit zweite und europaweit erste Land, in dem der Welterbetitel einer Stätte aberkannt wurde - dem Dresdner Elbtal.

Brücke sorgt für Aberkennung

Dresden war 2009 überhaupt der erste Welterbeträger, dem sein Titel entzogen wurde. Denn der Oman hatte im Jahr 2007 selbst den Antrag gestellt, den Weltnaturerbe-Status des Wildschutzgebiets der Arabischen Oryx zurückzugeben. Wer schon einmal in Dresden war, wird sich fragen, warum diese beeindruckende Stadt mit vielen Schönheiten wie Frauenkirche, Altstadt, Zwinger, Semperoper oder Grünem Gewölbe nicht mehr Weltkulturerbe ist.

Aber den Titel hatte das Dresdner Elbtal als Gesamtensemble von landschaftlichen und architektonischen Qualitäten sowie den Schätzen der staatlichen Kunstsammlungen und den lebendigen Traditionen in Musik und bildender Kunst erhalten. Doch durch den Bau der vierspurigen Waldschlösschenbrücke geriet alles ins Wanken. Dieses Bauwerk zerschneide das Tal irreversibel und zerstöre somit die erhaltenswerte Kulturlandschaft, hatte die Unesco seinerzeit argumentiert.

2011 drei neue Stätten

2009 waren es dann nur noch 33 Welterbestätten auf deutschem Boden. Inzwischen sind wieder drei hinzugekommen. Die Buchenwälder Deutschlands als Erweiterung des bereits seit 2007 bestehenden Weltnaturerbes "Buchenurwälder der Karpaten" in der Slowakei und Ukraine um alte Buchenwälder im Nationalpark Jasmund, im Serrahner Teil des Müritz-Nationalparks, Grumsin im Unesco-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, im Nationalpark Hainich und im Nationalpark Kellerwald-Edersee zur Welterbestätte "Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland".

Das Fagus-Werk in Alfeld, ein 1911 von Walter Gropius und Adolf Meyer errichteter Fabrikbau nach modernen Gesichtspunkten, der sogar als Geburtsort des Bauhausstils gilt. Und als drittes die Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen - 18 Pfahlbauten in Baden-Württemberg und Bayern, zum Beispiel in Unteruhldingen, die als grenzüberschreitendes Welterbe mit insgesamt 111 Pfahlbaufundstellen in sechs Alpenländern (Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien) gewürdigt wurden.

Leitbild der Unesco

Von den 33 anderen Stätten sind viele bestens bekannt, andere deutlich weniger - und erfüllen dennoch die Kriterien der Unesco. Leitbild ist die "Erwägung, dass Teile des Kultur- oder Naturerbes von außergewöhnlicher Bedeutung sind und daher als Bestandteil des Welterbes der ganzen Menschheit erhalten werden müssen" - so steht es in der Präambel der Welterbekonvention.

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