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Christuskirche: Neue Pfarrerin Esther Kraus mit einem Gottesdienst und einem Empfang in ihr Amt eingeführt

„Tut mir auf die schöne Pforte“

Von unserem Mitarbeiter Gerd Pecht

Oftersheim. Ein großer Tag für die evangelischen Christen in Oftersheim: Die Kirchengemeinde hatte am Sonntagnachmittag zum Einführungsgottesdienst mit anschließendem Empfang für die neue Pfarrerin, Esther Kraus, eingeladen. Die Seelsorgerin wurde mit Predigttexten, Gebeten, sowie wohlgemeinten Glück- und Segenswünschen begrüßt. Der Posaunenchor und der Kirchenchor unter der Leitung von Rainer Ruhland gaben dem Gottesdienst ein festliches Gepräge.

Nach dem gemeinsamen Lied "Tut mir auf die schöne Pforte - führt in Gottes Haus mich ein" eröffnete Pfarrerin Janine Denk mit Lesung aus dem 36. Psalm den Gottesdienst. Dekanin Annemarie Steinebrunner freute sich, dass mit der Besetzung der zweiten Stelle in der Pfarrei das Team wieder komplett ist, und hieß Esther Kraus herzlich willkommen. Die neue Seelsorgerin war zuvor zwölf Jahre in Altlussheim tätig.

Sie ist "angekommen"

Dekanin Steinebrunner erinnerte an eine Baustelle, bei der Gottes Reich an Gestalt gewinne. Vielen Menschen sei es wichtig, mitzubauen, zwar mit unterschiedlichem Tempo und Temperament, aber letztendlich komme das dem gesamten Projekt zugute. Die Kirchengemeinde habe mit Esther Kraus eine sehr engagierte Pfarrerin gewonnen, die trotz ihrer kurzen Tätigkeit in der Hardtwaldgemeinde bereits "angekommen" sei.

Zur offiziellen Zeremonie versammelten sich die drei Seelsorgerinnen mit dem Kirchengemeinderat am Altar. Vor Handauflegen und Segnung kam die Frage "bist du bereit?" Esther Kraus antwortete: "Ja, mit Gottes Hilfe." Gleiches antworteten auch die Kirchengemeinderäte und die Kirchengemeinde nach Befragung.

In ihrer Predigt zitierte die neue Pfarrerin aus einem Johannesbrief: "Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat." Sie erinnerte an einen Religionsunterricht, bei dem die Schüler eine Party vorbereiten sollten, eifrig für den Saal, Einladungen, Musik, Dekoration und Getränke gesorgt hätten, aber niemand gekommen wäre. "Wir wären sauer, enttäuscht," war der Tenor ihrer Schüler, so wie wenn der Glaube nicht erwidert würde. In einem anderen Beispiel lud ein Knecht vergeblich erlesene Gäste zum Abendmahl, sie ließen sich entschuldigen. Menschen von der Straße kamen und wunderten sich, wie viel sie dem Herrn wert sind.

Empfang im Gemeindesaal

Anschließend lud Esther Kraus zum Empfang im Gemeindesaal ein. "Herzlich willkommen, schön, dass du da bist," begrüßte sie der Kindergartenchor. Bürgermeister Helmut Baust hieß für die politische Gemeinde die neue Seelsorgerin willkommen, sie hatte sich zuvor bei ihm im Rathaus vorgestellt. Oftersheim ist seit 1996 Pfarrerinnen gewöhnt. "Frauen sind auf dem Vormarsch." Augenzwinkernd gab er zu verstehen, dass manche Bürger auch gerne einen neuen Pfarrer gesehen hätten.

Die Gemeinde pflege schon immer beste Kontakte zu den Kirchen. Von fünf Oftersheimer Kindergärten werden vier von den Kirchen betreut. Das Gemeindeoberhaupt hatte ein Buch über Oftersheim mitgebracht und wünschte Esther Kraus Freude und Erfüllung bei der Arbeit.

"Die ökumenischen Uhren funktionieren in Oftersheim seit Jahren prima," erzählte Dekan Wolfgang Gaber, "der Weg der Kirche ist der Mensch." Mit Freude arbeite er als katholischer Geistlicher zukünftig mit den zwei netten Damen zusammen. Für Pfarrerin Kraus hatte er nützliche Geschenke mitgebracht, und als Zeichen der Ökumene nahm er Esther Kraus mit unter den Regenschirm als Gottes Schutz und Schirm. "Viel Glück und viel Segen" stimmte er als Kanon an. "Sie sind angekommen," bestätigte ihr Doris Kerschgens vom Frauenkreis. Das Büro ist eingerichtet, und die Pfarrerin habe bereits Herzen erobert.

Pfarrer Thomas Müller war für die Seelsorgeeinheit des nördlichen Distrikts von Schwetzingen mit einer "Wundertüte" angereist, deren Inhalt von K wie Ketscher Rheinwasser bis P wie Plankstadter Nusstorte reichte. Grüße von Sankt Kilian überbrachte Hans-Peter Sturm als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates. Er freue sich über neue Ideen für die ökumenische Zusammenarbeit.

Als Frau ihren "Mann" stehen

Sichtbar gerührt dankte Pfarrerin Esther Kraus für die Begleitung in ihr neues Amt. Besonderer Dank galt den angereisten Freunden aus Altlussheim und Hockenheim. Bürgermeister Helmut Baust versprach sie bezüglich seiner Rede, als Frau ihren "Mann" in der Kirchengemeinde zu stehen.

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 28.09.2010

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