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Schnakenplage: Kommunale Aktionsgemeinschaft im Dauereinsatz / Kein Verständnis für Tabuzonen

97 Prozent der Plagegeister abgetötet

Eiweiß gegen Plagegeister: Jochen Gube-ner überprüft das Granulat.

© Venus

Speyer/Waldsee. Wasserstandschwankungen des Rheins, Überflutungen durch Starkregen und anschließende hochsommerliche Temperaturen lassen die Rheinschnakenlarven myriadenfach fast in wöchentlichem Abstand schlüpfen. Dieses erschreckende Bild zeichnet Dr. Paul Schädler, Präsident der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS).

Seit Mitte März seien die Schnakenbekämpfer ständig im Einsatz. Die mehr als 300 Helfer spritzten den biologischen Wirkstoff "Bti" als Eiweiß-Wasser-Gemisch mit Rückenspritzen in die Brutgewässer zwischen Bingen im Norden und Freiburg im Süden. Bei unwegsamen Gelände würden sie von zwei Hubschraubern unterstützt, die den Wirkstoff als Eisgranulat gezielt über den Gewässern abwerfen.

Die Eisperlen tauen im Wasser und geben den Wirkstoff frei. Die Larven fressen die Eiweiße und sterben in wenigen Stunden ab. Bei dieser einzigartigen Methode werden lediglich Mückenlarven effektiv abgetötet, während alle anderen Tiere und Pflanzen unbeschadet bleiben.

Bisher wurden laut Schädler etwa 180 Tonnen Granulat mit den Hubschraubern auf einer Fläche von rund 9000 Hektar ausgebracht. Zusätzlich seien etwa 3000 Hektar zu Fuß behandelt worden.

Trotz der schwierigen Situation seien etwa 97 Prozent der Plagegeister im Bekämpfungsgebiet abgetötet worden, wie der wissenschaftliche Direktor der KABS, Dr. Norbert Becker, unterstrich.

Dies belegten Untersuchungen mit speziellen Mückenfallen in bekämpften und unbekämpften, aber vergleichbaren Tabugebieten am Kühkopf in Hessen. Dort würden pro Falle mehr als 7000 Mückenweibchen pro Nacht gefangen, während im bekämpften Gebiet nur etwa 200 Mücken in die Fallen gehen. Im bekämpften Gebiet spüre man die Stechmücken gelegentlich, seit gut einer Woche sogar etwas stärker, jedoch nicht als Plage wie am Kühkopf.

Unterschriften für Bekämpfung

Dort sei ein Aufenthalt im Freien meist nicht möglich. Wie in früheren Zeiten auch in der Vorderpfalz werde ein Spaziergänger von mehr als 1500 Mückenweibchen in wenigen Minuten angeflogen. Kindergärten könnten nicht mehr regulär betrieben werden: Die Bevölkerung fertige Unterschriftenlisten an, um sich für eine Bekämpfung der Tabuzonen einzusetzen und um diese "Naturkatastrophe" in Zukunft zu verhindern.

Es werde der KABS nicht erlaubt, die vom Regierungspräsidium in Darmstadt festgelegt Tabuzone am Kühkopf in kritischen Situationen aus der Luft zu bekämpfen. Die betroffenen Bürgermeister würden mit Unterstützung der KABS gegen diese Bestimmung intervenieren, kündigt der Präsident der KABS an. zg

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 12.07.2012

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