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Ausstellung: Galerie Nisters zeigt aktuelle Arbeiten der Künstlerin Regina Reim in der Burgstraße

Farbgewaltiger Tristan-Akkord

Von unserer Mitarbeiterin Monika Stumpf

Die Künstlerin Regina Reim an einer Kupferplatte aus der Serie "Tristan", die ab heute in der Galerie Nisters zu sehen ist.

© venus

Speyer. "Tristan und ... und Tristan" ist der Titel der Ausstellung, die heute mit einer Vernissage in der Galerie Nisters eröffnet wird. Der Großteil der gezeigten Werke finden ihren Bezug bei der Wagner-Oper "Tristan und Isolde". Aber auch einige ihrer früheren Gemälde und Radierungen sind hier dann bis November zu sehen.

Schon seit den 1990er Jahren beschäftige sie sich mit dem Gesamtwerk des deutschen Komponisten Richard Wagner, so Reim. "Die Oper von Tristan und Isolde hat für mich immer schon eine ganz besondere Bedeutung gehabt." Beim Besuch der Bayreuther Festspiele im vergangenen Jahr sei sie aber erneut in den Bann der Oper gezogen worden, so die gebürtige Dahnerin. Im vergangenen Jahr seien daraufhin etliche großformatige Gemälde und Radierungen entstanden.

Bereits während ihrer Arbeit zu Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen habe sie sich mit der Umsetzung von Musik in Kunst beschäftigt. "Bei meiner Arbeit an der Tristan-Reihe habe ich mich von der Wagner-Oper leiten lassen", erzählt sie. "Seine ersten Opern hat Wagner noch in der Tradition der Romantik komponiert. Bei "Tristan und Isolde" legt er den "Tristan-Akkord" leitmotivisch zugrunde. Der aus Dur- und Molltönen bestehende und oft als "Rätselklang" bezeichnete Akkord spricht vielfältige Gefühle gleichzeitig an, wie Liebe und Leidenschaft, aber auch Ohnmacht und Sehnsucht nach dem freien Leben", so Reim.

Für damalige gesellschaftliche Verhältnisse eine Provokation und zugleich ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Musik der Moderne, resümiert die Wagner-Kennerin, die sich auch kritisch mit dem Gedankengut des Musikers auseinandergesetzt hat. Regina Reims Gemälde spiegeln die Gefühlswelten, die Wagner in der Musik aufgebaut hat, wider. Und sie fordern auf zum Innehalten, zum sich Einlassen. Dann erst entfalten sie ihre ganze Magie. "Kunst ist Schwingung, wie Musik auch", so die Speyerer Künstlerin Regina Reim.

"Das Motiv, Musik in Malerei umzusetzen ist nicht neu", so Galerist Josef Nisters. Außergewöhnlich seien Reims Werke für ihn aber wegen der für die Künstlerin so charakteristischen "absoluten Malerei" und der gleichzeitig so vielfältigen Wandlungsfähigkeit, die sich in den Werken der Künstlerin wieder findet.

Eröffnet wird die Ausstellung heute um 19 Uhr in den Räumen der Galerie Nisters in der Burgstraße 1A mit einer Einführung vom Kunsthistoriker Josef Nisters.

© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 27.09.2013

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