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Aschermittwoch: Beim Heringsessen der SPD wirbt Bürgermeisterkandidat Udo Bauer um Stimmen

Von zehn Punkten und zehn Geboten

Archiv-Artikel vom Freitag, den 15.02.2013

Vor dem Essen ein Gespräch: Udo Bauer (l.) und Daniel Ludwig.

© Nix

Bobstadt. "Heinz, kannst du mich von ganz hinten auch noch hören?" Daniel Ludwig prüft die Technik, denn der Vorsitzende der Bürstädter SPD hat seinen Zuhörern am politischen Aschermittwoch etwas Wichtiges zu sagen. Und das sollen schließlich alle hören. Neben dem Vorsitzenden, im Foyer der Turnhalle in Bobstadt, steht Udo Bauer, der parteilose Bürgermeisterkandidat, den die SPD unterstützt.

"Diesmal steht unser Heringsessen unter einem ganz besonderem Zeichen", sagt Ludwig. Damit meint er natürlich die Bürgermeisterwahl. "Das Interesse ist groß, beide Kandidaten sind mit Engagement dabei, Bärbel Schader hat jetzt im Endspurt noch mal angezogen." Mit ihrem Zehn-Punkte-Programm wolle sie vor der Wahl trumpfen. "Die zehn Gebote hätten allerdings besser zu ihr gepasst", winkt Ludwig ab.

Dann wendet er sich an den Bürgermeisterkandidaten. "Udo, wenn du gewählt wirst, wie sehen deine ersten 100 Tage im Amt aus?" Bauer nennt die Grünanlagen, die er pflegeleichter gestalten will, die Glücksbaumallee, die er wieder ansehnlich machen möchte, ein Portal, das er einrichten will, um die Bürger an politischen Diskussionen zu beteiligen.

Am Ende von Bauers Ansprache stellt Ludwig fest: "Es gibt eine deutliche Abgrenzung zwischen Bauer und Schader: Er bringt unternehmerisches Denken mit." Auch SPD-Landtagsabgeordneter Norbert Schmitt stimmt die SPD auf die Wahl ein: "Am Sonntag gilt es, den richtigen Bauer zu wählen", sagt er - eine Spitze gegen den CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Bauer. Und am Ende trug Fraktionsvorsitzender Franz Siegl elf DIN-A-4-Seiten mit Büttenreimen vor: "Wir wollten Bürstadt immer rot / nur rote Zahlen bringen Not / die Schwarzen haben's vorgemacht / und Bürstadts Haushalt rot gemacht." Und: "Die Schulden sind in Bürstadt top / doch Alfons Haag, der größte Flop / ist in Finanzen nicht ganz firm / und wünscht sich Hessens Rettungsschirm."

Anschließend wurde die Stadtverordnete Luciana Catalani-Wilhelm in die SPD-Bruderschaft der Roten Heringe aufgenommen. mek

© Südhessen Morgen, Freitag, 15.02.2013

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