DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Mittwoch, 23.07.2014

Suchformular
 
 
Bensheim Einhausen Heppenheim Lautertal Lindenfels Lorsch Zwingenberg Lampertheim Bürstadt Biblis Viernheim Groß-Rohrheim Worms

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Biedensandschule: Positive Zwischenbilanz des Gewaltpräventionsprojekts „Faustlos“

Vom Umgang mit Ärger und Wut

Von unserer Mitarbeiterin Bärbel Jakob

Lehrerin Sandra Schwarz mit einer dritten Klasse vor Plakaten des "Faustlos"-Projekts.

© Ja

Lampertheim. Beim Projekt "Faustlos" lernen die Teilnehmer nicht, wie sie bei Prügeleien die beiden Streithähne am besten trennen. Es ist vielmehr ein Präventionsprogramm, das verhindern soll, dass es überhaupt so weit kommt. Seit rund zehn Monaten ist es auch an der Lampertheimer Biedensandschule Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

Projektleiter Tobias Tremper zog jetzt eine erste, durchaus positive Bilanz. Als Grundlage diente dazu das amerikanische Konzept Second Step, das Professor Dr. Manfred Cierpka vom Heidelberger Universitätsklinikum für deutsche Kindergärten und Grundschulen weiterentwickelt hatte.

Empathie empfinden

Rund 40 Biedensandschüler von der ersten bis zur fünften Klasse lernen dadurch nun Fähigkeiten wie Empathie, das Sichhineinfühlen in andere Menschen, Impulskontrolle sowie Umgang mit Ärger und Wut. Mit Hilfe von Fotos bestimmter Situationen werden die Kinder an ein Thema herangeführt. Gemeinsam wird mit ihnen erarbeitet, was da gerade passiert und was die Beteiligten wohl empfinden. Das Heidelberger Präventionszentrum begleitet das Projekt "Faustlos" auch wissenschaftlich und führt dazu Fortbildungen durch.

Neben der Gewaltprävention werden auch allgemeine soziale Verhaltensregeln erlernt, die heute in vielen Familien nicht mehr selbstverständlich praktiziert werden. Die Kinder erfahren etwa, wie sie eine Gesprächspause nutzen, um jemanden höflich zu unterbrechen, anstatt ihm einfach ins Wort zu fallen, erläutert Tremper. Weiter werde gezeigt, wie man Kritik als Ich-Botschaft netter und weniger verletzend formuliert. Auch das Miteinander-Teilen müsse oft erst erlernt werden. Durch eine bestimmte Körpersprache könne man jemandem zu verstehen geben kann, dass man jetzt nicht gestört werden wolle, etwa weil man gerade Hausaufgaben mache. Den Erfolg eines solchen Projektes könne man nicht anhand bestimmter Statistiken belegen, erklärt Tremper, sondern nur an einer allmählichen Änderung bestimmter Verhaltensmuster. Ein Prozess, der sich über Jahre hinziehen könne. Doch er habe festgestellt, dass sich die Kinder jede Woche auf ihre Stunde "Faustlos" freuten.

Beim Fußballkicker, dessen Nutzung oft mit Streit einhergehe, weil jeder gleichzeitig damit spielen wolle, erkundigte sich kürzlich ein Junge in ruhigem Ton, ob er auch mitmachen dürfe. Und die anderen Kinder erklärten ihm ebenso höflich, dass es im Moment zwar nicht passe, er aber etwas später einsteigen könne. Für Projektleiter Tobias Tremper ein kleiner, aber dennoch denkwürdiger Fortschritt, wie er gestern erfreut berichtete.

© Südhessen Morgen, Freitag, 01.06.2012

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich einloggen, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • via Facebook teilen
    • Drucken
    • Senden
     
     
    TICKER

    Das Wetter in Lampertheim

    Lampertheim - Prognose für 21 Uhr

    19°

    Das Wetter am 23.7.2014 in Lampertheim: leicht bewölkt
    MIN. 17°
    MAX. 30°
     
    Probebetrieb

    Zwischen Leben und Tod

    „Der Patient entscheidet für sich“

    Lampertheim. In Würde sterben, das ist etwas, was sich viele Menschen wünschen. Aber nicht immer gelingt das. Oft ergreift die Medizin lebenserhaltende Maßnahmen, und der Patient selbst kann nicht mehr artikulieren, ob er das möchte. Dann ist es hilfreich, wenn der Betroffene in gesunden Tagen eine… [mehr]

    Erstlingswerk einer Ökonomin

    Lampertheim. Die Wirtschafts- und Sprachwissenschaftlerin Maria Knüttel hat in ihrem beruflichen Leben schon sehr viel erreicht. Beispielsweise absolvierte sie wirtschafts-, kulturwissenschaftliche und philologische Studiengänge. Danach hat sie in universitären, staatlichen und… [mehr]

    Forum der Leser

    „Lasst Bürgern Freiraum!“

    Unmut, Wut und viel Ärger gibt es derzeit, weil man die Zufahrt zum Neurhein (Natorampe) durch ein Verbotsschild verbietet. Ein kleiner Trost, denn Fahrräder dürfen geschoben werden... ! In der Tat, die derzeitige Situation bezüglich dieser Sperrung macht mich wütend. Sitzen dort im Sommer viele… [mehr]

     
     

    Facebook Fans des Südhessen Morgen

    Newsletter

    Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

    Weitere Newsletter

    Sommerbühne

    Handgemachte Livemusik

    VIERNHEIM. Auch in diesem Jahr wird in Viernheim sechs Wochen lang beste Unterhaltung auf dem Apostelplatz mit elf hörenswerten Konzerten geboten - bei der Sommerbühne 2014. Immer am Donnerstag und Sonntag gibt es Livemusik auf der Bühne, das Programm deckt dabei nahezu alle Stilrichtungen ab. Für… [mehr]

    Musik

    Stadtfest steht vor der Tür

    Bürstadt. Dem neu gestalteten Marktplatz steht eine zweite Bewährungsprobe bevor. Denn von Freitag, 25. Juli, bis Sonntag, 27. Juli, wird in Bürstadt das Stadtfest gefeiert und Ratskeller-Wirt Carsten Block schlägt in Bürstadts neuer Mitte sein Festzelt auf. Aber auch vorm Café Flair, beim Bistro… [mehr]

    Tennis

    Petkovics Glaube an den großen Triumph

    Offenbach. Andrea Petkovic ist bestens aufgelegt. Ob sie zur Hochzeit von Wimbledonsieger Novak Djokovic eingeladen war, will jemand von der French-Open-Halbfinalistin wissen. "Nein. Vielleicht, weil ich ihm vorher mein herzliches Beileid ausgesprochen habe", witzelte "Petko". [mehr]

    Frankfurter Schirn

    Kunst-Raub weiter ungeklärt

    Frankfurt. Vor 20 Jahren verschwanden drei millionenschwere Gemälde aus einer Frankfurter Ausstellung. Die Hintermänner wurden nie gefunden. Die Bilder tauchten später wieder auf. Donnerstagabend vor 20 Jahren. Zwei Männer besuchen die Frankfurter Schirn. Als die Kunsthalle schließt, lassen sie… [mehr]

    Kontakt zur Redaktion Lampertheim

    Die Redaktion Lampertheim erreichen Sie unter folgenden Telefonnummern:

     
    Uwe Rauschelbach 06206/15 97 22
    Isabell Boger 06206/15 97 24
    Susanne Wassmuth-Gumbel 06206/15 97 25
    Kathrin Miedniak 06206/15 97 34
    Corina Merkel 06206/15 97 38
    Bernhard Zinke 06206/15 97 28
    Fax 06206/15 97 77
    E-Mail Schreiben Sie uns eine E-Mail!
    Abonnement-Service

    0621/392-2200

    Schreiben Sie uns eine E-Mail!

    Anzeigen-Service

    0621/392-1100

    Schreiben Sie uns eine E-Mail!

    Rhein-Neckar-Ticket 0621/10 10 11
     
     

    Rund 200 Jobs, Praktika und Ausbildungsplätze in Lampertheim und Umgebung finden Sie hier

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR