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Katholische Kirche: Gemeindereferentin Dorothea Busalt stellt Entwicklungshilfeprojekt in Namibia vor

AIDS-Waisendorf eingeweiht

Von unserem Mitarbeiter Felix Disson

Bei der Eröffnung des AIDS-Waisendorfs (im Vordergrund v.l.): Counsellor Petrus Kavhura, Hompa Kassian Shiymabi, Julia Klöckner, Father Lucas und Pfarrer Angelo Stipinovich.

©  Stiftung

Diese Jungs leben bereits in dem Waisendorf.

Die Einweihung war von einem großen Gottesdienst begleitet.

Viernheim. Der modernen Entwicklungshilfe liegt der Gedanken zugrunde, dass strukturschwache Regionen durch finanzielle Unterstützung aus Europa sich dahingehend weiterentwickeln können, dass sie sich langfristig selbst tragen können. Die Kayova River Lodge im Norden Namibias ist ein gutes Beispiel für diesen Kreislaufgedanken - so soll durch die Einnahmen des neu errichteten Konferenzzentrums und der Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen langfristig die lokale Bevölkerung profitieren.

Ende November begab sich eine fünfzehnköpfige Delegation um Pfarrer Angelo Stipinovich, Gemeindereferentin Dorothea Busalt und die rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner zur feierlichen Eröffnung des neuen AIDS-Waisendorfes "Hompa Shiyambi Children´s Home" der Kavango Community Development Foundation (KCDF) nach Nyangana in Namibia. Busalt berichtete Gemeindemitgliedern nach dem Gottesdienst in der Michaelskirche von der Feier, den Fortschritten mit den anderen Projektbausteinen und zeigte eindrucksvolle Bilder und Videos von der Zeremonie.

Stammeshäuptling gibt Land

Seit 2010 leitet Pfarrer Angelo Stipinovich das Projekt der KCDF in der Kavango-Region im Norden des afrikanischen Landes. Im gleichen Jahr stellte der Stammeshäuptling Hompa Kassian Shiyambi der Stiftung Weltkirche ein rund 30 000 Quadratmeter großes Grundstück zur Verfügung für den Bau des AIDS-Waisendorfes sowie für ein Agrarprojekt.

Das nun fertiggestellte Waisendorf besteht aus vier Häusern und wird von vier indischen Schwestern betrieben, es hat Platz für 60 Kinder. "Leider beherbergt das Dorf momentan erst 17 Kinder, weil die Registrierung der Waisenkinder durch die Behörden so lange dauert", erläuterte Busalt in ihrem Vortrag. Jedes der Häuser verfügt über eine Küche, Schlafzimmer, einen Aufenthaltsraum sowie Duschen und Toiletten.

Hinter den Waisenhäusern kann Gemüse zur Selbstversorgung angebaut werden, was übrigbleibt, können die Bewohner auf einem nahegelegenen Markt verkaufen. Durch das hohe Spendenaufkommen aus dem Sponsorenlauf der Viernheimer Albertus-Magnus-Schule im Sommer konnten bereits 130 Bäume in dem Waisendorf gepflanzt werden. Die feierliche Eröffnung des Dorfes war von einem großen Gottesdienst begleitet, mit rund 800 Menschen aus der Gemeinde und vielen Würdenträgern.

Symbolisch Band zerschnitten

Der Abgeordnete Petrus Kavhura sprach sich ebenso wie der Stammeshäuptling in der Festrede dafür aus, Verantwortung für die Waisen zu übernehmen. Delegationsmitglied und Politikerin Julia Klöckner, die Kuratoriumsmitglied der Stiftung Weltkirche ist, betonte, dass die Menschen vor Ort unbedingt in das Projekt eingebunden werden müssten. Pfarrer Stipinovich schnitt gemeinsam mit Klöckner, dem Hompa und Generalvikar Maurose Kantana der Diözese Rundu symbolisch ein Band zur Eröffnung durch.

Die Viernheimer Delegation besuchte weitere Einrichtungen der KCDF wie den Kindergarten "Macandu", der von besonders armen Kindern aus der ländlichen Region besucht wird. "Macandu" ist einer von vier Kindergärten der Stiftung, in denen die Kinder täglich eine warme Mahlzeit erhalten und Englisch lernen. Bestandteil der Arbeit vor Ort war und ist der Ausbau der Strom- und Wasserversorgung für die lokale Bevölkerung.

Dieses Jahr soll ein weiterer Kindergarten sowie ein Kloster gebaut werden, außerdem soll sich das Projekt gemäß dem Kreislaufmodell der Entwicklungshilfe bald selbst tragen. "Das Waisendorf wird aber immer ein Zuschussprojekt bleiben, für jedes Kind sind etwa 1000 Euro an Zuwendungen pro Jahr nötig", führte Pfarrer Stipinovich aus. Das Projekt stehe auch deutschen Interessierten offen: So könnten junge Menschen zwischen Abitur und Studium für drei bis vier Monate in Namibia an den Vorhaben mitarbeiten. Projektpatenschaften für Kinder im Waisendorf sind möglich: Ansprechpartner ist der in Lampertheim tätige Pfarrer Patrick Fleckenstein.

© Südhessen Morgen, Mittwoch, 11.01.2017

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