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Ärztezentrum: Lieferung eines 4,6 Tonnen schweren MRT-Magneten erfordert Präzision / Radiologische Praxis soll Anfang Juli eröffnen

Erfolgreiche Operation am offenen Herzen

Archiv-Artikel vom Samstag, den 25.05.2013

Von unserem Redaktionsmitglied Yasmin Akbal

Mit 4,6 Tonnen ein Schwergewicht: Mit dem MRT-Magneten will der Radiologe Philip Petry im Ärztezentrum Gelenke und Herzen untersuchen.

© ya

Viernheim. Es ist nicht gerade ein Nadelöhr, durch das die Lieferung soll. Doch die Ladung hat es in sich: 4,6 Tonnen schwer, 1,60 Meter lang und 2,60 Meter breit ist der MRT-Magnet, der am Freitag ans Viernheimer Ärztezentrum geliefert wird und den Bauherren Kopfzerbrechen bereitet. In den dritten Stock muss die silberne Röhre. Der Fahrstuhl fällt da als Option eindeutig weg.

Waldemar Gellert von der Firma Weiland steht deshalb auch schon seit kurz nach 8 Uhr bereit. Er soll das Herzstück eines Kernspintomographen mit seinem Kran nach oben hieven und durch die Fensteröffnung in das Gebäude einlassen. Normalerweise ist das kein Problem für Gellert. "Wir haben so schon Schränke in das Ärztezentrum gebracht", sagt er. Die Scheiben und Rahmen wurden bereits rausgenommen, in der Wand klafft ein Loch. Und doch ist die Öffnung nicht hoch genug. "Wir wollen die Fassade nicht beschädigen", sagt Gellerts Kollege Steffen Haas. "Aber wir haben hier echt ein Problem, das Gerät reinzubekommen."

Gerät für radiologische Praxis

Ärztezentrum Rhein-Neckar

Die Mieter im Ärztezentrum Rhein-Neckar sind:

Blumengeschäft mit Bistro Thomas Schmitt, im Erdgeschoss, Sanitätshaus Michael Mitterle, im Erdgeschoss, Sport- und Reha-Zentrum Henkel, im Erdgeschoss, Deutsche Rentenversicherung Bund, im dritten Obergeschoss.

Orthopäden Dr. Rossak, Dr. Batt, Dr. Schäffner und Dr. Lindhorst, im ersten Obergeschoss, Neurochirurg Dr. Farhadi, im ersten Obergeschoss sowie Zahnarztpraxis Dr. Christina Pietruska, im zweiten Obergeschoss.

Ins Penthouse zieht zum Juni die Gemeinschaftspraxis PD Dr. Stefanie Volz-Köster und Dr. Christina Nell, Fachärztinnen für Gynäkologie, ein.

Verantwortlich für den Bau des Ärztezentrums ist die Adler Immobilien Investment Gruppe. red

Das MRT bestellt hat der Radiologe Philip Petry. Im Juli will er im Ärztezentrum seine radiologische Praxis eröffnen. "Mit dem MRT können wir so feststellen, wie das Herz durchblutet ist, ob die Herzklappen dicht sind und allgemein Herzfehler frühzeitig erkennen", erläutert der Facharzt. Auch Verletzungen am Kopf, im Bauchraum oder an Gelenken können mit dem Gerät untersucht werden. In seiner Heidelberger Praxis bietet der Mediziner diese Untersuchungen, in Kooperation mit Kardiologen, schon seit acht Jahren an. Nun will Petry in Viernheim eine Zweigstelle eröffnen.

Im Ärztezentrum, das Anfang dieses Jahres eröffnet wurde, hat er acht Nachbarn: unter anderem ein Blumengeschäft mit Bistro, ein Sanitätshaus, ein Sport- und Reha-Zentrum, die Deutsche Rentenversicherung sowie mehrere Arztpraxen. Doch damit Petrys Praxis auch tatsächlich einziehen kann, sieht Gellert nur eine Lösung: Zehn Zentimeter der verputzten Styropor-Fassade unter der Fensteröffnung müssen zusätzlich entfernt werden. Nachdem auch Bauherr Alexander Adler sein Einverständnis gegeben hat, schreiten die Arbeiter ans Werk: Mit einer Handsäge schneiden sie keilförmige Stücke aus der Wand, die später wieder eingeklebt werden sollen.

Dann, um 14.30 Uhr, ist es so weit: Endlich kann Waldemar Gellert das MRT auf eine Träger-Plattform laden, in die Luft ziehen und vorsichtig an die Fensteröffnung manövrieren. Millimeter für Millimeter nähert er sich der Hausfassade, bis er die richtige Höhe erreicht hat. Dann kann der Magnet über kleine Rollen von der Plattform in den Rohbau gezogen werden, der später mal Petrys Praxis werden soll.

Bis hier das erste Herz untersucht werden kann, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen "Es dauert etwa drei Wochen, bis das Gerät installiert ist", sagt Petry. Kabel müssen verlegt und der MRT-Magnet in seine Röhrenverkleidung aus Kunststoff gehüllt werden. Anfang Juli will der Mediziner seine Praxis eröffnen. Die Operation am offenen Herz jedenfalls ist erfolgreich überstanden.

© Südhessen Morgen, Samstag, 25.05.2013

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