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Reformationsjubiläum: Worms wird wieder zum Schauplatz

Ein Mönch stellt sich gegen den Kaiser

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 24.01.2017

Eintauchen ins frühe 16. Jahrhundert: Baulichkeiten wie der Wormser Bischofshof sind im Jubiläumsjahr der Reformation zu sehen.

© zg

Worms. 2017 jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag Martin Luthers in Wittenberg. Auch in Worms wird dieses Jubiläum gefeiert; schließlich ist Luther hier kein Unbekannter. 1521 sollte Martin Luther in Worms vor Karl V. seine Schriften widerrufen. Ein Mönch stellte sich damit gegen den Kaiser.

Luthers Weigerung gilt als historischer Impuls für die Entfaltung der Gewissensfreiheit. Sie ist neben dem Thesenanschlag in Wittenberg und der Übersetzung des Neuen Testaments auf der Wartburg eine der drei weltweit nachhaltig wirksamen Ereignisse in Luthers Leben.

Der Bischofshof als historischer Ort der Widerrufsverweigerung wurde 1689 zerstört. Heute findet sich an seiner Stelle der Heylshofpark und darin das Museum Heylshof. Seit 1868 erinnert das Lutherdenkmal von Ernst Rietschel als größtes Reformationsdenkmal der Welt an die Szene von 1521 und die europäische Geschichte der Reformation. Die Luthersammlung in der Stadtbibliothek bewahrt mit Luthers Ratsherrenschrift von 1524, in der er einen Bildungsauftrag für die Gemeinden formuliert, ein UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Lutherischer Schauplatz

Im Jahr des Reformationsjubiläums wird Worms zum lutherischen Schauplatz. Die Veranstaltungsreihe beginnt mit der vom 13. Februar bis 29. Mai im Museum Heylshof präsentierten Ausstellung "Luther in Worms 1521 - Der Ort des Geschehens".

Aufwändige 3D-Animationen und Visualisierungen vermitteln eine Vorstellung davon, wie die Stadt und der Bischofshof vor 500 Jahren aussahen. Besucher der Ausstellung können in das Worms des Jahres 1521 eintauchen. Neben dem Bischofshof werden bekannte Kirchen und Gebäude dieser Zeit zu sehen sein, unter anderem auch heute verschwundene bauliche Juwelen der Stadt, wie das Haus zur Münze oder die Johanneskirche am Dom. Ein Film über den Reichstag beendet den Ausstellungsrundgang. Poster mit 3D-Stadtansichten, ein Ausstellungskatalog und anderes können im Museumsshop erworben werden.

Bildung und Erlebnis

Ferner präsentiert die Stadt Worms einen Bildungs- und Erlebnisparcours auf der historischen Meile zwischen Bischofshof und Rathaus, der das Ereignis von 1521 interaktiv erfahrbar machen soll. Auf mehreren Stationen geht es vom 14. Mai bis 31. Oktober um die Verhörsituation auf dem Reichstag, mögliche Gedanken Luthers während der Nacht der Bedenkzeit, die Schriften Luthers und anderer Reformatoren, die teilweise in Worms bei Schöffer gedruckt wurden, sowie einen über Informationssäulen markierten Luther-Rundgang, der über QR-Codes Zugang zu Hintergrundinformationen an historischen Orten bietet.

Im Internet sind weitere Informationen bereitgestellt. Dort findet man das gemeinsam mit dem Evangelischen Dekanat erstellte Jahresprogramm ebenso wie Angebote zu Themenrundgängen und inszenierten Führungen, die bei der Touristinformation gebucht werden können. Ein Führer zur Reformation in Worms in deutscher und englischer Sprache ist ebenfalls erhältlich. zg

© Südhessen Morgen, Dienstag, 24.01.2017

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