Nachdem das Team des Vorjahressiegers Kretz-Sanitär bei der Neuauflage der Friedrichsfelder Hallenortsmeisterschaft keine Mannschaft ins Rennen schickte, war eines vor dem ersten Anpfiff bereits klar: Es wird einen neuen Titelträger geben. Ungewöhnlicherweise wurde das Organisatorenteam noch in der Woche vor dem Turnier vor eine Herausforderung gestellt, als gleich zwei Mannschaften ihre Zusage zurückziehen mussten. Zwar sprang der Skiclub kurzerhand spontan ein, doch blieb eine der beiden Siebener-Gruppen nur noch mit sechs Teams besetzt und der Spielplan musste angepasst werden.
13 Mannschaften spielten also in zwei Gruppen in insgesamt fairen Wettbewerbsbegegnungen um Punkte und Tore. Dass diese, die nun mal das Salz in der Suppe darstellen, in diesem Jahr nun rarer gesät waren, war mehr als augenscheinlich. Aufgrund einer Auflage der Stadt Mannheim musste der FC Germania Friedrichsfeld seine Turnierspiele auf kleine Handballtore austragen und nicht wie gewohnt auf die größeren Jugendtore. Gab es im Vorjahr noch einen Toreschnitt von 4,0 Treffern pro Begegnung, durfte dieses Mal nur noch 2,1 Mal pro Partie gejubelt werden.
Lediglich eine Mannschaft durfte das Spielen auf Handballtore begrüßt haben: Beim Team von Handballermann6 sind die Abmessungen der Tore zwangsläufig bereits in Fleisch und Blut übergegangen und so feierte das Team mit drei Siegen und zwei Unentschieden unbesiegt den Gruppensieg. Dass Fairness groß geschrieben wird, bestätigte sich dann im Rennen um den zweiten Halbfinalplatz der Gruppe A.
Fairplay-Wertung
Als Hinter Mailand und FC Germania 2000 punktgleich standen, kam laut Regelwerk die Fairplay-Wertung zum Tragen, so dass die Mannschaft von "Hinter Mailand", die mit Oliver Müller auch den besten Spieler des Turniers stellte, in die Vorschlussrunde einziehen durfte. Auf der Strecke blieb der VdHf/ MGV Frohsinn, der beim 1:5 gegen den FC Germania 2000 das torreichste Spiel des Turniers bot. Weiter in Gruppe A spielten das Dachser Team und die Freizeitkicker.
Die Gruppe B bot Spannung pur, und so stand der frühere Abonnement-Sieger Fässl nach der 1:0-Niederlage gegen die Friatec Allstars kurz vor dem Ausschieden, qualifizierte sich dann aber durch einen Last-Minute-Treffer gegen den Skiclub doch noch für das Halbfinale. Dem Fässl folgten Emmas Buben mit drei Siegen und drei Unentschieden als Gruppensieger ins Semifinale. Der eingangs hoch gehandelte Skiclub blieb ebenso auf der Strecke wie der spätere Fair-Play-Sieger FC Hollywood, die Friatec Allstars, Huhn-Gockel-Gans und Bildhauerei Mayer.
In der Finalrunde ging es dann ausgesprochen eng zu und es begegneten sich vier Teams fast auf Augenhöhe. Beide Spiele mussten ihre Entscheidung vom Neunmeterpunkt erfahren und so schieden die Gruppensieger der Vorrunde jeweils aus. Das Fässl behielt mit 4:3 nach Neunmeterschießen gegen Handballermann6 die Oberhand und "Hinter Mailand" besiegte Emmas Buben mit 5:4.
Im Endspiel erzielte die Überraschungsmannschaft von Hinter Mailand dann die frühe Führung und hätte bei zahlreichen Torchancen noch nachlegen können. Doch der willensstarke Rekordsieger Fässl glich aus und erzielte zwei Minuten vor der Schlusssirene den Siegtreffer zum insgesamt siebten Turniererfolg.
Alle Teams erhielten von Turnierorganisator Stefan Zyprian bei der Siegerehrung ein Präsent, die Erstplatzierten durften sich auch über Pokale freuen. Zufrieden zeigte sich auch wieder Vorsitzender Bernd Hoffmann. Auch die Helfer hinter den Kulissen sorgten wieder für einen reibungslosen Ablauf. Der Turnierleitung in den Händen von Jochem Zipf und Sarah Erny, sowie dem gesamten Organisationsteam galt das Lob, das der Vorsitzende im Nachhinein aussprach. zg
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