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Umfrage: Regionale Wirtschaft wünscht sich weiter Flugverbindungen von Mannheim aus – aber nicht nur nach Berlin

Rückenwind für City Airport

Von unserem Redaktionsmitglied Matthias Kros

Bislang bediente die Fluggesellschaft Cirrus den Mannheimer City Airport.

Bislang bediente die Fluggesellschaft Cirrus den Mannheimer City Airport.

© troester

mannheim. Der Mannheimer City Airport bekommt bei seiner Suche nach einer neuen Fluggesellschaft Rückenwind aus der Wirtschaft. Rund zwei Drittel der wichtigsten Unternehmen der Region wünschen sich auch in Zukunft einen Regionalflughafen für innerdeutsche Verbindungen. Das ergab eine Umfrage dieser Zeitung unter 32 Firmen, die insgesamt rund 100 000 Mitarbeiter beschäftigen.

"Die kurzen Wege und die kurzen Abfertigungszeiten machen den City Airport schon sehr attraktiv und zu einem wichtigen Standortfaktor", sagt beispielsweise ein Sprecher der Mannheimer MVV Energie AG. Bernd Scheifele, Vorstandschef des Baustoffkonzerns HeidelbergCement, geht sogar noch einen Schritt weiter: "Die Metropolregion Rhein-Neckar ist auf einen eigenen Anschluss an den europäischen Regionalflugverkehr angewiesen. Dies gilt insbesondere für Unternehmen wie HeidelbergCement, die international in einer Vielzahl von Ländern mit Produktionsstätten und Niederlassungen vertreten sind".

Wenig Chancen

Dieser Wunsch wundert Matthias Geisler, Vorstand im "Verein Zukunft Luftverkehr in der Metropolregion Rhein-Neckar" nicht. "Ein Regionalflughafen kann sich auf ein weitgehend maßgeschneidertes Angebot an Linienflügen für die lokale Wirtschaft konzentrieren", ist er überzeugt. Dennoch sieht die Realität anders aus: Die Fluggesellschaft Cirrus, die den City Airport zuletzt bediente, rutschte in die Insolvenz. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Auf "weniger als 50 Prozent" schätzt Flugplatz-Geschäftsführer Reinhard Becker die Chancen, eine neue Airline zu finden. Zumal es in Europa nur noch sehr wenige Fluglinien gebe, die die für Mannheims kurze Start- und Landebahn erforderlichen Flugzeuge überhaupt in der Flotte haben. "Das wird sehr, sehr schwierig".

Doch die Hoffnung gibt Becker nicht auf. Schließlich sei der Weggang von Cirrus nicht nur auf fehlende Fluggäste zurückzuführen, sondern auch auf "interne Probleme der Fluggesellschaft und Missmanagement". Immer wieder berichteten Passagiere zum Beispiel von defekten Maschinen, verspäteten Flügen und schlechtem Service - und das bei gesalzenen Preisen. Beim weltweit tätigen Technologiekonzern ABB, der sein Geschäft in Zentraleuropa von Mannheim aus steuert, wurden daher bereits Konsequenzen gezogen. Zwar biete der City Airport "für die Mitarbeiter kurze Anfahrtswege und Eincheckzeiten", erklärt eine Sprecherin. "Aus Kostensicht ist er allerdings nicht konkurrenzfähig mit Frankfurt". Deshalb habe ABB schon im vergangenen Jahr deutlich mehr Flüge ab Frankfurt als ab Mannheim gebucht.

Mehr Verbindungen gefordert

Damit steht ABB nicht allein da. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen fliegen heute von der hessischen Metropole aus - und sind damit nicht unglücklich: "Durch die Nähe zum Frankfurter Flughafen besteht für uns keine zwingende Notwendigkeit für innerdeutsche Flugverbindungen ab Mannheim", sagt etwa ein Sprecher des Weinheimer Mischkonzerns Freudenberg.

Um konkurrenzfähig zu sein, müssten in Mannheim deshalb neben den Berlin-Verbindungen, wie sie Cirrus geflogen hat, noch weitere Destinationen angeboten werden, findet HeidelCement-Chef Scheifele: "Mannheim und die Region benötigen einen zukunftsfähigen, zentralen Regionalflughafen nicht nur für innerdeutsche Verbindungen, sondern vor allem für den europäischen Regionalluftverkehr zu Wirtschaftsmetropolen in Europa - etwa London, Paris oder Brüssel".

Das sieht man bei der MVV in Mannheim ähnlich: "Erforderlich ist, dass auch ein ausreichendes Verbindungsangebot besteht", sagt ein Unternehmenssprecher. "Dass zuletzt nur noch Berlin als Linie angeboten wird, reicht nicht, um im innerdeutschen Bereich eine wettbewerbsfähige Alternative für die Bahn oder andere Flughäfen zu sein." Möglich wäre das: Die für den City Airport geeigneten Flugzeuge (DO 328) haben laut Becker eine maximale Reichweite von rund 600 Kilometern ohne Zwischenlandung.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 01.02.2012
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