Leserbrief

Juristisch und religiöse Frage Es ist ein direkter Befehl Gottes, der in der Bibel steht

Worauf basiert die Beschneidung eigentlich?

Ist die Beschneidung gottgewollt? So lautete die Überschrift einer der letzten Leserbriefe. Darauf kann uns nur die Bibel Antwort geben, denn sie ist ein Buch, das von den Anfängen her 3500 Jahre alt ist (Mose ist der Autor der ersten fünf Bücher), die schriftlichen Aufzeichnungen der Vorväter gehen noch viel weiter zurück.

Die Bibel ist also diesbezüglich das einzige Zeugnis aus dieser Zeit. Nach dem Beginn der Menschheitsgeschichte fielen die Menschen - trotz der Gerichte - immer wieder von ihrem Schöpfer ab und machten sich ihre eigenen Götter - so wie auch heute. So berief Gott vor 4000 Jahren einen Mann namens Abraham aus der wiederum gottlosen Völkerwelt, um aus seinen Nachkommen ein Volk zu machen, das ihm gehorcht und zum Segen für die ganze Welt werden sollte. Dazu schloss Gott einen Bund mit Abraham. So spricht er in 1. Mose 17, 10-12: "Alle Männer unter euch sollen an der Vorhaut ihres Gliedes beschnitten werden - zum Zeichen dafür, dass ich mit euch einen Bund geschlossen habe. Bei allen männlichen Neugeborenen soll die Be-schneidung am achten Tag durchgeführt werden." Es ist also eine genaue Anweisung Gottes an den Stammvater des Volkes Israel. Es kommt noch härter. In Vers 14 heißt es unmissverständlich: "Wer sich nicht beschneiden lassen will, der muss aus dem Volk ausgeschlossen werden und sterben, denn er hat den Bund gebrochen."

Will nun der moderne Mensch Israel ein neues Gesetz aufzwingen, das es seit viertausend Jahren hält? Der 8. Tag ist außerdem bei Neugeborenen wohl der Tag, an dem es für das Kind am schmerzärmsten ist. Von Isaaks Sohn Jakob stammen die zwölf Stämme Israels ab. Jesus Christus wurde 2000 Jahre später als Jude in diesem Volk geboren. Auch Jesus wurde am 8. Tag beschnitten.

Mit Jesu wurde die Verheißung wahr, dass Israel zum Segen für alle Völker wird, denn jeder, der an Jesus Christus glaubt, wird in Gottes Reich eingehen. Seit dem 7. Jahrhundert nach Christi gibt es den Islam. Er deutete die Bibel, die zu dieser Zeit von den Anfängen schon 2000 Jahre existierte, für seine Religion um. Abraham ist durch Ismael auch der Stammvater vieler arabischer Völker. Aus diesem Grund beschneiden sich auch die Muslime: 15 Jahre vor der Geburt des verheißenen Sohnes Isaak schlief Abraham mit Saras ägyptischer Magd Hagar und zeugte hiermit Ismael. (1.Mose 17, 18-21) Doch die Araber sehen sich heute als das verheißene Volk an und sprechen Israel ihre Stellung als "Gottes Volk" ab.

Dora Weimer, Hockenheim

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