Lokalsport

Jugend-Bundesliga Handball A-Jugend von Oftersheim/Schwetzingen kämpft in der Karl-Frei-Halle um den Einzug in die Bundesliga

HG will das Ticket lösen

Einmal mehr darf die HG Oftersheim/Schwetzingen ein Turnier der ersten Hauptrunde zur Qualifikation für die Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) ausrichten. Am morgigen Samstag und am Sonntag werden sich fünf Teams in der Oftersheimer Karl-Frei-Halle um den Gesamtsieg bemühen, denn nur der Erstplatzierte zieht direkt in Deutschlands höchste Spielklasse ein. Um überhaupt vor heimischer Kulisse spielen zu dürfen, musste die HG erst die badische Konkurrenz aus dem Weg räumen, was ihr in Heddesheim eindrucksvoll gelungen ist (wir berichteten).

Insgesamt qualifizierten sich 13 Teams für diese erste Runde unter der Schirmherrschaft des Deutschen Handballbundes (DHB). Neben der Veranstaltung in Oftersheim werden in Südbaden (Nonnenweier/Meißenheim) und in Württemberg (Bietigheim) zwei eintägige Viererturniere ausgetragen. Die HG hat vier Gäste zu Besuch, weshalb hier über zwei Tage gespielt wird.

Den Auftakt bestreitet die HG, amtierender badischer Meister in der B- und A-Jugend, morgen um 12 Uhr mit dem TuS Schutterwald. Die Ortenauer mit ihrem Trainer Martin Heuberger wurden Dritter der Südbadenliga und Vierter in der dortigen Vorausscheidung.

Unbekannte Gegner

Die B-Jugend errang in der Oberliga Rang vier. Danach ist Gelegenheit, weitere Gegner, die weitgehend unbekannt sind, zu beobachten. Der TSV Wolfschlugen trifft um 13.20 Uhr auf DJK Rimpar, bevor um 14.40 Uhr Oftersheim/Schwetzingen HaSpo Bayreuth empfängt. Die Franken erreichten in der Bayernliga einen vierten Platz, die B-Jugend holte sich den Landesligatitel Nord. Im bayrischen Ranglistenturnier, als Grundlage zu dieser Qualifikationsrunde, wurden die Franken Dritter. Anschließend spielt Schuttwald gegen Wolfschlugen (16 Uhr) und Rimpar gegen Bayreuth (17.20 Uhr).

Sonntags geht es um 10 Uhr mit HG gegen Wolfschlugen weiter, eine Neuauflage des Duells im Baden-Württemberg-Pokal, der vor Ostern in Schwetzingen ausgetragen worden war und 20:20 endete.

Damals waren die Schwaben noch mit einem Teil des älteren Jahrgangs angetreten. Wolfschlugen schlug Bietigheim im Kampf um die württembergische Meisterschaft mit 26:25 und dominierte seine Vorquali-Gruppe mit Bittenfeld und Wangen.

Der weitere Verlauf sieht um 11.20 Uhr Schutterwald gegen Rimpar und um 12.40 Uhr Wolfschlugen gegen Bayreuth vor, dann folgt um 14 Uhr die letzte Begegnung von Oftersheim/Schwetzingen. Ihr Abschlussgegner, die DJK Rimpar (Ranglistenvierter in Bayern), war vor zwei Jahren Gastgeber der ersten Qualihauptrunde gewesen. Damals hatte sich die HG souverän durchgesetzt. Die DJK schloss ihre Landesligarunde auf dem vierten Rang ab, ebenso die B-Jugend in der Bayernliga. Die Partie Bayreuth gegen Schutterwald (15.20 Uhr) beendet den Wettbewerb. Wie erwähnt, erhält nur der jeweils Erstplatzierte den begehrten Startplatz. Die Mannschaften auf den Rängen zwei und drei erhalten eine weitere Chance. Dieses Turnier sollte dann in Bayern ausgetragen werden. Dort werden nur Plätze für die bundesweite Endrunde des DHB vergeben.

HG-Cheftrainer Holger Löhr sieht durchaus Vorteile, vor heimischer Kulisse zu spielen. Aber dies allein sieht er nicht als ausschlaggebenden Faktor an. Zu ungewiss sind die Variablen, die in Form unbekannter Spieler und Spielweisen auf sein Team zukommen. Zwei Wochen lang haben er und Jugend-Coach Julian Zipf das 16-köpfige Aufgebot auf dieses Turnier vorbereitet, allerdings nicht ganz optimal. Denn es fehlten immer wieder Schlüsselspieler, die sich auf Klassenfahrten oder großen Exkursionen befanden. Nicht so Niklas Krämer, der seine einjährige Erfahrung als Drittliga-Akteur mit in die Waagschale werfen will. Außerdem ist dies bereits die dritte Qualifikation zur Bundesliga, die er bestreitet, wie auch Mittelmann Max Barthelmeß und Torwart Maximilian Herb. Er verzichtete auf den Abschlusstrip der ersten Mannschaft ebenso wie auf eine längere schulische Ausfahrt. Dieses Opfer soll sich nun am Wochenende auszahlen. Der Kreisläufer dürfte mit als Führungsspieler dieser Truppe gelten.

Neben den Spielern ist den HG-Trainern aber auch die medizinische Versorgung ihrer Mannschaft wichtig. So freute sich Zipf, dass Physiotherapeut Christian Gervers ihm seine weitere Mitarbeit zusicherte. Und die findet nicht nur bei den Partien am Spielfeldrand statt. Trainingsbegleitende Maßnahmen und individuelle Termine gehören da zum alltäglichen Programm.

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