Plankstadt

Tag der Kulturen Austausch von kulinarischen Kostbarkeiten und Kunst / Partnerstädte vor Ort

Schönheit Georgiens im Fokus

PLANKSTADT.Das Land Georgien steht aus gutem Grund im Fokus beim "Tag der Kulturen" 2017: 25 Jahre ist her, dass die Bundesrepublik Deutschland mit dem Staat an der Grenze zwischen Europa und Asien freundschaftliche Beziehungen eingegangen ist. Deutschland war das erste Land, das am 13. April 1992 diplomatische Beziehungen zu Georgien aufnahm und eine deutsche Botschaft dort eröffnete. Eng und vertrauensvoll sind die Beziehungen zwischen den beiden Ländern jedoch bereits seit 200 Jahren, als erste schwäbische Siedler wegen der Hungersnot in Deutschland nach Georgien einwanderten.

Weshalb finden jedoch in Plankstadt eine Vielzahl an Aktionen rund um den Staat Georgien statt? Verbindungen, Freundschaften des Bauamtsleiters Franz Boxheimer in und nach Georgien sind die Basis dafür. "Wir haben die Anfrage der Künstlerin Anano Koplatadze für eine Ausstellung ihrer Bilder in Plankstadt erhalten", erklärt Boxheimer, dass daraus die Idee entstand, am Kulturentag den Blick einmal genauer auf Georgien zu richten. Abwechslungsreich ist dabei das Vortrags- und Verköstigungsangebot, das mit Speisen und Weinen sowie Obstbränden aus Georgien angeboten wird.

Botschafter eröffnet Ausstellung

Im Gemeindezentrum finden Vorträge zu Land und Leuten, dem Leben im eurasischen Staat zwischen dem Schwarzen Meer und dem Großen Kaukasus, statt. Stolz sind die Plankstadter Verantwortlichen, dass dazu der georgische Botschafter Prof. Dr. Dr. h. c. Lado Chanturia einen Tag in der Gemeinde verbringen wird. "Er eröffnet mit Bürgermeister Nils Drescher am Nachmittag um 14.30 Uhr die Kunstausstellung im Rathaus", freut sich Boxheimer, "wir konnten dazu eine Gruppe georgischer Musik-Studenten aus dem Rheinland gewinnen, die ihre ganz eigene Musik und den polyphonen Gesang präsentieren."

Am Abend gesellt sich ein Frauenduo aus Heidelberg - ebenfalls in der Landestracht gekleidet - singend dazu. Mit der Ausstellung der farbenfrohen Gemälde der in Georgien sehr populären, diplomierten akademischen Malerin und Reiseleiterin Anano Koplatadze startet der "Georgien-Tag".

Koplatadze malt seit ihrer Jugend, sie wurde 1980 geboren. Ihre farbenfrohen modern-impressionistischen Gemälde in Öl auf Karton und Leinwand zeigen ihre Heimat aus ihrem Blickwinkel. Felder, Städte, Dörfer, Blütenpracht - die Schönheit Georgiens gebannt im Bild.

Boxheimer schildert, dass man dem Botschafter und seinen Begleitern Plankstadt, die Bierbraukunst und den Spargelanbau zeigen möchte. "Das Interesse an der Landwirtschaft ist groß", weiß Boxheimer. Für den Botschafter ist der Tag gefüllt mit einem Besuch in der Welde-Brauerei und auf dem Spargelhof Helmling mit vielen Informationen, Erlebnissen und kulinarischen Genüssen angefüllt.

Vorträge über Traditionen

Gegen Abend wird er mit der Plankstadter Delegation wieder zurück im Gemeindezentrum sein. Dort beginnen die Vorträge mit dem direkten Blick ins Land und seine Traditionen um 19 Uhr. In einem Lichtbildvortrag zeigt Rainer Kaufmann, Journalist, Buchautor, Reiseveranstalter und Gastronom die Schönheiten und Kostbarkeiten Georgiens auf.

Im Anschluss wird gegen 19.45 Uhr Hilarius Pütz, staatlich geprüfter Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft, den Blick auf den Weinbau in Georgien lenken. Dazu bietet er georgisches Fingerfood, Weine und Obstbrände an. Vor dem Gemeindezentrum wird ab dem späten Nachmittag für Kulinarik aus verschiedenen Ländern und Kinderaktionen mit Meikel Fuchs gesorgt sein.

Laut Gottfried Sauter, der zum Organisationsteam für den Tag der Kulturen gehört, wird der Musikverein spielen und der Partnerschaftsverein die französische Partnerstadt Castelnau-le-Lez mit Informationen und Spezialitäten ebenso präsentieren wie das italienische Argenta. Argenta ist mit Castelnau-le-Lez in Partznerschaft verbunden, angedacht sei eine Partnerschaft auch mit Plankstadt, erklären Franz Boxheimer und Gottfried Sauter. zesa

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