Schwetzingen

Schwetzinger Freie Wähler Nach Unfallsperrung in Erfurter Straße

Notausfahrt für die Nordstadt wird gefordert

Über allen Themen der Gemeinderatsitzung stand bei den Besuchern des Bürgertreffs der anstehende Umbau der Karlsruher Straße, schreibt Stadtrat Carsten Petzold in seiner Presseerklärung zu der Infoveranstaltung der Schwetzinger Freien Wähler (SFW) im "La Mirage" in der Berliner Straße.

Offenbar bewegen die Themen der heutigen Gemeinderatssitzung, 17.30 Uhr im Rathaus, die Schwetzinger, immerhin war der Keller des "La Mirage" voll, als Elfriede Fackel- Kretz-Keller pünktlich den Treff eröffnete. Wurden die von ihr und Stadtrat Dr. Jürgen Grimm vorgestellten Tagesordnungspunkte zu den Themen Kulturpaket und Klimaschutzkonzept wohlwollend begrüßt, kam Hektik auf, als Stadtrat Oliver Völker zum Thema Umbau Karlsruher Straße referierte. Es wurde mehr als deutlich, dass hier fast jeder Besucher so seine eigenen Vorstellungen von der Neugestaltung hat, die sich in jeweils eigener Interessenlage begründet.

Auf Wünsche der Bewohner hören

Die Schwetzinger Freien Wähler stehen grundsätzlich geschlossen hinter dem Umbau der Karlsruher Straße, zumal Einzeldetails derzeit noch nicht feststehen, heißt es in der Pressemitteilung. Die SFW verlangen weiter, dass bei der Detailplanung vordringlich mit den Bewohnern der betroffenen Straße gesprochen wird und deren Wünsche soweit möglich berücksichtigt werden. Ebenso ist für die SFW ein gegenläufiger Radverkehr unstrittig. Die Freiwähler hegen zudem die Befürchtung, dass die Einrichtung einer Fahrradstraße mit Einbahnregelung in der Marstallstraße mit der zu erwartenden Vollsperrung der Karlsruher Straße bei Baubeginn korreliert. Hier werden die SFW mit der Verwaltung im Gespräch bleiben und gemeinsam nach Lösungen suchen, so Petzold dazu.

Weitere Themen, wie die Erweiterung des städtischen Kindergartens "Spatzennest" sowie die Ersatzbeschaffung von Soft- und Hardware für die Verwaltung sind notwendig und werden entsprechend unterstützt. Besonders begrüßt wird, dass hierbei auch ein örtlicher Anbieter berücksichtigt werden konnte.

Zustand seit 40 Jahren

Nochmal zu hitzigen Diskussionen kam es, als Siegfried Thom für die anwesenden Besucher aus der Nordstadt über die Zustände anlässlich eines Unfalles in der Erfurter Straße berichtete. Unfallbedingt war die Ausfahrt aus der Nordstadt gesperrt und Bewohner konnten über Stunden weder ein- noch ausfahren. Über die "Notausfahrt" im Ostpreußenring auf die Friedrichsfelder Landstraße wusste offenbar niemand Bescheid, so dass diese nicht geöffnet wurde. Ein Zustand, den man sich bei einer Katastrophenlage gar nicht vorstellen möchte und absolut nicht mehr zeitgemäß, so Dr. Jürgen Grimm.

Die Tatsache, dass seit 40 Jahren nichts passiert ist, darf nicht ausreichen, dass es nur eine einzige Zu-/Abfahrt für ein derart großes Wohngebiet wie im Bereich Ostpreußen- und Sudetenring gibt. Auch hier, so Carsten Petzold, werden die Schwetzinger Freien Wähler offensiv auf die Verwaltung zugehen und vehement eine zweite, möglichst dauerhafte, Ausfahrt für dieses Gebiet fordern. Ein schwieriges Unterfangen, betrachtet man sich die örtlichen Gegebenheiten, aber für die Sicherheit der Bewohner letztlich unabdingbar, heißt es abschließend in der Pressemitteilung. cp/zg

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