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Von unserem Redaktionsmitglied Joachim Hemmerle
In der Archäologie helfen der Forschung manchmal Luftaufnahmen, die auf längst zugeschüttete Löcher aufmerksam machen. Denn nichts - sagen die Fachleute - ist so dauerhaft wie ein Loch in der Erde. In der wissenschaftlichen Sprachforschung, die manchmal dem Meisterdetektiv Sherlock Holmes ernsthaft Konkurrenz macht, sind es Wörter, Satzstellungen, ja unscheinbare Silben, die bei der Aufklärung von sprachhistorischen Entwicklungen, Einflüssen und Sachverhalten weiterhelfen. Hier übernimmt eine "verräterische Sprache" die Funktion solcher "Löcher": Wörter verweisen auf längst vergangene Handlungen und auch auf jene, die Sachverhalte vernebeln sollen, aber aufmerksamen Zuhörern den wirklichen Tatbestand verraten.
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