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Von unserem Korrespondenten Rudi Wais
Berlin. Es ist nur ein Beispiel von vielen - aber ein besonders eindrucksvolles: Eine Verwaltungsbeamtin aus Köln lässt sich an beiden Augen operieren und staunt nicht schlecht über die Rechnung. Die von ihrem Arzt beauftragte Abrechnungsstelle hat für den Routineeingriff mehrfach den teuersten, nur für komplizierte Fälle gedachten Honorarsatz angesetzt - und zwei "Extras" obendrauf gepackt. Über 500 Euro stellt sie der Frau für die "Erweiterung der Harnröhre des männlichen Gliedes" und die "Beratung bei einer lebensbedrohlichen Krankheit" in Rechnung. Recherchen der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International ergeben: Die Sachbearbeiter bei der Abrechnungsstelle waren angewiesen worden, möglichst jede Rechnung etwas "aufzufrisieren", und hatten es in ihrem Eifer diesmal etwas übertrieben.
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