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Von unserem Mitarbeiter Hans-Günter Fischer
Gegen Mozart hat er keine Chance. Aber wer hat die schon in solchen Jubiläumsjahren. Sonst aber ist Robert Schumann eineinhalb Jahrhunderte nach seinem Tod sicher im Repertoire verankert, der Romantiker ist längst zum Klassiker geworden. Aber was heißt längst: Beim breiten Publikum hat er es lange Zeit nicht leicht gehabt, nur bei den komponierenden Kollegen sah es immer schon ein bisschen besser aus: Freund Mendelssohn schätzte ihn hoch - und führte viele seiner Stücke auf -, Tschaikowsky sang sein Loblied. Und bis heute hat sich nichts daran geändert. Wolfgang Rihm, Jörg Widmann und Aribert Reimann etwa, die in diesem Jahr beim "Heidelberger Frühling" aufeinander trafen und zum Teil einer sehr unterschiedlichen Ästhetik folgen, treffen sich in einem ganz gewiss: in ihrer Schumann-Liebe. Große Interpreten teilen sie, für Gidon Kremer ist der Komponist "genial", vor allem deshalb, weil er seine Einfälle meist ungefiltert zu Papier gebracht habe. Ohne die Skrupel falscher Reflexion.
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