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Streitgespräch: Was hat in der mit großen Hoffnungen verbundenen Stammzellforschung Vorrang - die Forschungsfreiheit oder der Embryonenschutz?

"Menschliches Leben wird getötet"

Von unserem Redaktionsmitglied Stefanie Ball

Welche Grenzen darf der Staat Forschern setzen, die mit ethisch strittigem Material, Zellen aus menschlichen Embryonen, experimentieren wollen? Die Debatte um das Stammzellgesetz hat diese Frage neu aufgeworfen. Das Gesetz erlaubt den Import solcher Zellen aus dem Ausland; dort werden sie aus Embryonen gewonnen, die bei einer künstlichen Befruchtung übrig geblieben sind. In Deutschland ist eine solche "verbrauchende" Embryonenforschung durch das Embryonenschutzgesetz verboten. Deutsche Wissenschaftler fordern nun, zumindest den Import der Stammzellen aus dem Ausland zu erleichtern und das 2002 erlassene Stammzellgesetz zu ändern. Die Mannheimer Professoren Jochen Taupitz und Axel W. Bauer sind sich alles andere als einig.

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