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Literatur: In Frankfurt werden Tagebücher aus 500 Jahren gezeigt
Von unserem Mitarbeiter Christian Huther
"Montag ich, Dienstag ich, Mittwoch ich" - so beginnt der Schriftsteller Witold Gombrowicz 1953 sein Tagebuch. Er bringt damit auf den Punkt, dass sich im Tagebuch alles um das Ich dreht. Aber deshalb ist der Tagebuchschreiber noch kein weinerlicher oder geltungsbedürftiger Seelenstripper. Auch die gängigen Vorstellungen über biederes Buch und banalen Blog stellt das Frankfurter Museum für Kommunikation in seiner Ausstellung auf den Prüfstand. Denn das Tagebuch, so Kuratorin Christiane Holm, leitet sich zuerst nicht von dem Wunsch nach Seelenerguss her, sondern nach einer Einteilung und Reflexion der Zeit. Zudem geht es in der Schau um die Buch-Materialien und den Tagebuch-Gebrauch seit 500 Jahren.
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