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Sexueller Missbrauch: Notruf-Beratungsstelle legt Jahresbericht 2007 vor / Leidensgeschichten in der Kindheit verfolgen oft ein ganzes Leben

Der Tatort fast immer die Wohnung

Von unserem Redaktionsmitglied Waltraud Kirsch-Mayer

Überlicherweise regulieren Beratungsstellen Terminnot mit Wartelisten. "Das geht bei uns nicht - wir können schließlich beim Verdacht, dass ein Kind missbraucht wird, nicht sagen, rufen Sie in ein paar Wochen wieder an", schildert Martina Schwarz vom "Notruf für sexuell misshandelte Frauen und Mädchen" die Situation. Im vergangenen Jahr konnten die drei erfahrenen Fachfrauen - zum Team gehören außerdem Ingeborg Schaumann und Gabriele Spinner - die Zunahme der Fälle um zehn Prozent nur mit vielen Überstunden bewältigen. "Die Präventionsarbeit mussten wir aber rigoros zurückfahren." Das schmerze, betont Martina Schwarz. Schließlich zeigt die Erfahrung: Missbrauch könnte oftmals schneller entdeckt werden, wenn Erzieherinnen und Pädagogen mehr Wissen hätten - aber dazu bedarf es Schulungen, die das Notruf-Team nur begrenzt anzubieten vermag.

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