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Berliner Tagebuch: Horst Köhler feiert mit einer bescheidenen "Tafel der Demokratie" den Beginn seiner zweiten Amtszeit
Von unserem Korrespondenten Martin Ferber
Berlin. Kein Festakt, keine feierliche Zeremonie im Reichstag, keine gemeinsame Sitzung von Bundestag und Bundesrat, einfach gar nichts. Wenn am 1. Juli die zweite Amtszeit von Bundespräsident Horst Köhler beginnt, wird dies für den ersten Mann im Staate ein Arbeitstag wie jeder andere sein. Der Grund: Weil Köhler von der Bundesversammlung wiedergewählt wurde, sind weder eine Amtseinführung noch das Ablegen des Amtseides notwendig, der Präsident kann einfach weitermachen. Immerhin, am 3. Juli feiert die "Werkstatt Deutschland" den Beginn der zweiten Amtszeit mit einer "Tafel der Demokratie". Nach antikem Vorbild sind 1500 ausgewählte Bürger und prominente Persönlichkeiten aus Deutschland eingeladen, am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor mit dem Staatsoberhaupt zu speisen. Christian Müller, Küchenchef des Hotels "Adlon", serviert ein schlichtes Drei-Gänge-Menü: Fischsülze zur Vorspeise, danach Eintopf und zum Dessert Blechkuchen, zum Trinken gibt es Wein und Leitungswasser. Ein Fest, ganz nach dem Geschmack des Bürgerpräsidenten.
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