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55 000 Besucher erleben in der Mannheimer Innenstadt den Umzug zum Christopher-Street-Day
Mannheim. Die Parade war deutlich kürzer als zu den Anfängen des Christopher Street Day (CSD) in Mannheim. Und es ging auch nicht mehr so schrill zu wie damals, weder auf den Wagen selbst noch an der Straße. Dafür war der Umzug am Samstag durch die Mannheimer Innenstadt, mit dem Schwule und Lesben mehr Toleranz fordern, politischer als seine Vorgänger. "Familie ist mehr" hieß das Motto, auf das sich fast alle der 20 Fußgruppen und Wagen bezogen. Rund 55 000 Menschen sahen nach Angaben der Polizei die Demonstration. Ein großer Teil davon war sicher in erster Linie zum Einkaufen in die Stadt gekommen und nicht wegen der schwul-lesbischen Parade. Aber genau aus diesem Grund hatte sich der neu gegründete Verein CSD Rhein-Neckar um den Vorsitzenden Harald Blaull entschlossen, den Umzug erstmals an einem Samstag auszurichten. Die Botschaft sollte auch bei denen Gehör finden, die sonst nicht so viele Berührungspunkte mit der Homo-Szene haben.
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