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Von Michael Schröder
Es war eine kleine Kulturrevolution, als Ende 2008 die Michelin-Zentrale in Paris mitteilte, die Deutsche Juliane Caspar werde Chefin des bedeutendsten französischen Restaurantführers. Erstmals eine Frau an der Spitze des Guide Michelin, und ausgerechnet aus jenem Land, das viele Franzosen noch immer nur mit Sauerkraut und Schweinshaxe verbinden - ein Aufschrei der Entrüstung lag in der Luft. Doch der blieb aus. "Die Franzosen", sagt Caspar heute, "sind um einiges weltoffener, als man ihnen unterstellt." Der Michelin-Konzern sei ein global aufgestelltes Unternehmen. "Da gilt die nationale Vielfalt auch für die Führungsspitze des Guide Rouge."
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