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Stirbt uns ein Kind, dann schmerzt das ohne Ende. Dann reißt das an uns, und wir fragen uns, warum es denn dieses ganz junge Blut sein muss und nicht wir, die Eltern, die Alten, wer sonst. Wie Beraubte sind wir dann, hätten unser Kind doch so gerne heranwachsen sehen. Jetzt aber ist es nicht mehr, für immer von uns fortgeflogen. Wie es seine Umgebung eroberte: mit wachen Augen, aufmerksamen Ohren, festen Fingern. Sein Lachen, sein Jauchzen, seine ersten Schritte. Zu gerne hätten wir miterlebt, wie es Gestalt gewinnt, Charakter, Wissen, Fertigkeit. Doch dann dieser kleine Sarg, die kalte Erde: bis hierher und nicht weiter. Gerne wären wir selbst gestorben. Und sind es ja auch, heftige Wochen lang.
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