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Frank Dietschreit
Seit sie als geheimnisvolle Schönheit durch Michelangelo Antonionis Kultfilm "Blow Up" geisterte, lieben wir Vanessa Redgrave. Zwar kann der italienische Raubauz Franco Nero der britischen Diva schauspielerisch nicht das Wasser reichen. Aber als "Django" hat er doch im Spaghetti-Western Hollywood die Stirn geboten und mitgeholfen, das Film-Genre zu erneuern. Den beiden Altstars verzeiht man manches. Aber das ist jetzt doch zu viel: Was Vanessa Redgrave und Franco Nero bewogen haben könnte, ihren guten Ruf aufs Spiel zu setzen und in Gary Winicks "Briefe an Julia" ein greises Liebespaar zu mimen, ist ein Rätsel.
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