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Die Bedeutung der Hygiene in der Behandlung von Kranken wurde vergleichsweise spät entdeckt. Erst im 19. Jahrhundert führte der Mediziner Ignaz Semmelweis (1818-1865) das Auftreten von Kindbettfieber auf mangelnde Hygiene bei den Ärzten zurück. Denn während Frauen in Kliniken oft erkrankten, waren solche, die mit Hilfe von Hebammen entbunden hatten, äußerst selten betroffen. Dem damals sehr umstrittenen Mediziner gelang der Nachweis, dass die Ärzte, die auch Leichen sezierten, lebensgefährliche Keime an ihren Händen von Frau zu Frau trugen. Zu Semmelweis' Lebzeiten wurden seine Arbeiten nicht anerkannt. Ärzte und Studenten wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Infektionen übertrugen, anstatt zu heilen. mad
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