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Fall Kachelmann: Schwetzingerin knickte erst nach mehrmaliger Aufforderung ein / Anklagevertreter im Zeugenstand

Mutmaßliches Opfer belog Staatsanwälte

Von unserem Redaktionsmitglied Stephan Eisner

Mannheim. Mindestens zweimal hat das mutmaßliche Opfer bei ihren Aussagen gelogen - und trotzdem haben die Mannheimer Staatsanwälte Jörg Kachelmann im vergangenen Jahr nicht aus der Untersuchungshaft entlassen. "Ihre Erklärung war für uns plausibel", sagte Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge gestern im Zeugenstand. Oltrogge musste in einer ungewohnten Rolle darüber aussagen, was sich bei einer Vernehmung der Frau aus Schwetzingen durch die Anklagevertreter am 20. April 2010 zugetragen hatte. Anschließend kam Oberstaatsanwalt Oskar Gattner an die Reihe. Die 38-jährige Radiomoderatorin beschuldigt den Wettermoderator, sie in der Nacht auf den 9. Februar 2010 mit einem Messer bedroht und dabei vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet das. Gestern übernahm Staatsanwalt Werner Mägerle die Rolle des Anklagevertreters.

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