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Timo Schmidhuber über die Zukunft des Ordnungsdienstes
Gibt es in Mannheim besonders viele rücksichtslose Bürger, die ihren Dreck überall liegenlassen und sich nicht um Ruhezeiten kümmern? Oder sind manche Leute hier einfach zu empfindlich? Über diese Fragen lässt sich nur spekulieren. Fakt aber ist, dass die Mehrheit die Regeln für Sauberkeit und Sicherheit in der Stadt stärker kontrolliert sehen will - und sich deshalb eine Aufstockung des Kommunalen Ordnungsdienstes wünscht.
Die bisweilen aufkommende Diskussion über eine Abschaffung des KOD dürfte damit zu Recht beendet sein. Vielmehr sollten sich Politik und Verwaltung das Bürger-Votum zu Herzen nehmen und mehr Stellen schaffen, damit der KOD künftig auch an denjenigen Brennpunkten präsent sein kann, wo er derzeit aus Kapazitätsgründen fehlt - in den nächtlichen "Feierzonen" nach 23.30 Uhr und in den Grünanlagen am Sonntag. Die Aufstockung darf aber nicht zu groß ausfallen, einen "Mega-Ordnungsdienst" wie in Düsseldorf braucht Mannheim nicht. Es gibt wichtigere Projekte, die auf der Agenda stehen, wie Kinderbetreuung und Wirtschaftsförderung. Denn auch der größte Ordnungsdienst wird nicht verhindern, dass es in einer Großstadt Konflikte zwischen Bürgern gibt.
Mannheimer Morgen
07. Mai 2009
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