Santiago de Chile. Gut eine Woche nach dem verheerenden Beben der Stärke 8,8 in Chile ist eine Welle der Hilfsbereitschaft für die Opfer angelaufen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte bei einem Besuch 7,4 Millionen Euro Soforthilfe zu. Eine Spendensendung im chilenischen Fernsehen erbrachte 42 Millionen Euro. Das war mehr als doppelt soviel wie erhofft.
Das Geld soll für die Errichtung zehntausender Notunterkünfte verwendet werden. Eine halbe Million Wohnungen wurden schwer beschädigt, Milliardenschäden entstanden an der Infrastruktur.
Unterdessen gab Vize-Innenminister Patricio Rosende die Zahl der identifizierten Todesopfer mit 452 an. Über die Zahl der Vermissten oder noch nicht identifizierten Toten machte er keine Angaben. Es wurde aber befürchtet, dass die Zahl der Toten noch steigen werde.
Auch acht Tage, nachdem eines der stärksten je registrierten Erdbeben Zentralchile südlich der Hauptstadt Santiago erschütterte, gab es immer noch kräftige Nachbeben mit Stärken weit über 6,0. Experten warnten vor der Gefahr noch stärkerer Beben in den nächsten Monaten. "Wenn die Erde bebt, sollten die Menschen sofort in höher gelegene Gebiete gehen und dort mehrere Stunden bleiben", riet Seismologe Barry Hirshorm. Die mehr als 150 Nachbeben verbreiteten immer wieder Angst und Schrecken. dpa
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