DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Samstag, 25.03.2017

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken

Trainerteam: Der Chefcoach hat mit seinem „Co“ Mike Schmidt schon die nächste Saison im Blick

Bauhelm mag Kreis lieber als den Frack

Archiv-Artikel vom Donnerstag, den 26.04.2012

Harold Kreis war im Finale und danach innerlich aufgewühlt.

© dpa

Mannheim. Als Spieler hat Harry Kreis im Mannheimer Trikot zweimal den Pokal geholt. 1980 gewann er mit dem MERC den Titel, 17 Jahre später beendete er mit der ersten Adler-Meisterschaft seine herausragende Profikarriere. "Es gab keinen Mann des Tages, sondern nur eine Mannschaft des Tages - und das waren die Adler heute." Dieser Satz, der im Video-Anheizer, der den Adler-Heimspielen vorausgeht, zu hören ist, kennzeichnet die Philosophie des 53-Jährigen und seines Co-Trainers Mike Schmidt.

Das Duo stellt immer den Erfolg der Mannschaft heraus - und das eigene Licht unter den Scheffel. Da sich Kreis so sehr mit seinem Team identifiziert, tat es ihm ungeheuer weh, seine Schützlinge leiden zu sehen. "Die Jungs brauchen meinen Trost mehr als umgekehrt", sagte der Coach. "Natürlich hat die Niederlage in dieser Finalserie auch einen pädagogischen Wert, aber ehrlich gesagt hätte ich darauf gerne verzichtet."

Als 1980 die Meisterschaft bereits eingetütet war - damals gab es noch keine Play-offs - liefen die Mannheimer zum Heimspiel gegen Köln in Frack und Zylinder aufs Eis. Für die Fans war's eine Riesengaudi, doch Harry, der ehrliche Arbeiter, erinnert sich heute mit zwiespältigen Gefühlen: "Zurecht fanden die Kölner das damals gar nicht lustig." Frack und Zylinder sind sowieso Dinge, auf die Kreis keinen Wert legt. Mit dem blauen Bauhelm, den derjenige Adler-Spieler in den Play-offs tragen durfte, der am härtesten für den Erfolg geschuftet hatte, kann er sich eher identifizieren. Als Shawn Belle ihn nach dem 1:3 in Berlin umarmt, hat der Coach einen Kloß im Hals.

"Eines könnt ihr mir glauben. Innerlich bin ich nicht so ruhig, wie ich mich gebe", betonte der 53-Jährige, der schon an die neue Saison denkt. Nach der WM, bei der er Bundestrainer Jakob Kölliker assistiert, wird er wieder mit Herzblut an seinen Job bei den Adlern gehen. cr

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 26.04.2012
  • Drucken
 

Themen des Tages Newsletter

Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie mit den Themen des Tages auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

Weitere Newsletter

Fußball

FCK verliert bei Arminia Bielefeld

Bielefeld. Für den 1. FC Kaiserslautern wird es in der 2. Fußball-Bundesliga noch einmal eng. Nach einer 0:2 (0:0)-Niederlage beim bisherigen Tabellenschlusslicht Arminia Bielefeld müssen sich die Roten Teufel wieder auf den Abstiegskampf einstellen. Durch die Pleite am Freitagabend rutschte das… [mehr]

Fußball

Ehre für Nagelsmann

Neu-Isenburg. Julian Nagelsmann ist mit dem "Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016" ausgezeichnet worden. Der Chefcoach des Bundesligisten 1899 Hoffenheim ist der achte Trainer, der diese Auszeichnung vom Deutschen Fußball-Bund bei einem Festakt in Neu-Isenburg erhalten hat. Nagelsmann ist seit… [mehr]

Stolperfalle Lemgo

Die Rhein-Neckar Löwen müssen am Samstagabend (19 Uhr) beim TBV Lemgo noch die Pflichtaufgabe in der Bundesliga absolvieren. [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR