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Mittwoch, 16.04.2014

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Interview: Adler-Gesellschafter Daniel Hopp ist davon überzeugt, dass die nur auf zwei Positionen veränderte Mannschaft eine Schippe drauflegen kann

„Ich lege für alle die Hand ins Feuer“

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

2013 feiern die Adler 75 Jahre Eishockey in Mannheim. Der Titel käme Daniel Hopp gerade recht.

©  vaf-foto

Mannheim. Daniel Hopp ist ein ehrgeiziger Mensch. Das gilt im Beruf als Gesellschafter der SAP Arena genauso wie im Sport. Die Finalniederlage gegen die Eisbären Berlin steckte dem starken Mann der Mannheimer Adler im ganzen Sommer in den Klamotten. Nun blickt der 31-Jährige wieder nach vorne. "Wir sind einer von fünf, sechs Eisbären-Jägern", betont Hopp im Interview.

Herr Hopp, auf welchem Kanal haben Sie Servus TV, den neuen Fernsehpartner der Deutschen Eishockey Liga programmiert?

Daniel Hopp: Auf Kanal 46.

Daniel Hopp wurde am 10. Oktober 1980 in Sinsheim geboren.

Der Sohn von SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp ist Geschäftsführer der SAP Arena sowie Gesellschafter und Geschäftsführer der Mannheimer Adler. Seit 2004 ist der 31-Jährige auch Gesellschafter des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen.

Hopp ist verheiratet und hat zwei Kinder. cr

Bleibt das so?

Hopp: Nein, Servus TV kommt unter die ersten Zehn. Seit es die ersten Gespräche mit dem Sender gegeben hat, habe ich mich über dessen Programm informiert. Die Qualität von Sky war hervorragend. Ich bin mir aber sicher, dass Servus TV und Laola1.tv dem in nichts nachstehen werden, weil wir im deutschen Fenster Sportart Nummer eins sind. Anders als bei Sky gibt es keine Refinanzierung über Abonnenten, sondern das läuft über den Verkauf von Werbezeiten. Die Quoten stimmen nur dann, wenn die Qualität gut ist.

Als Kröten müssen Sie nicht nur die ungewöhnlichen Anfangszeiten, sondern auch die Werbeunterbrechungen während der Spiele schlucken. Ist es das wert?

Hopp: Das ist sicherlich nicht das, was ich mir persönlich wünsche. Aber das ist ein Preis, den wir für Spiele im Free-TV guten Gewissens zahlen können. Wir haben nun einen Fernsehvertrag, von dem wir vor vier, fünf Jahren nur träumen konnten. Wir haben ja nicht nur die Live-Spiele, sondern auch die Magazine am Freitagabend und am Sonntagabend im Format "Alle Spiele, alle Tore". Das wird den Eishockey-Sport allgemein einer noch breiteren Öffentlichkeit näherbringen.

Ist das Eishockey damit die Nummer zwei in Deutschland hinter König Fußball?

Hopp: Ja. Von den Zuschauerzahlen und von den Umsätzen sind wir ja sowie schon ganz klar die Nummer zwei. Ich erhoffe mir, dass wir auch in der gefühlten Wahrnehmung die Nummer zwei werden, weil der Nachteil, nur im Pay-TV vorzukommen, der Vergangenheit angehört.

Werden alle DEL-Standorte die gewünschten Bilder liefern können?

Hopp: Sie müssen! Servus TV wird in den Stadien, die noch keine Kameratechnik in der Form haben wie wir, die Voraussetzung dafür schaffen.

In der DEL war der Sommer angenehm ruhig. Wie haben Sie aber den Streit des DEB mit dem Unterbau ESBG verfolgt?

Hopp: Die ESBG betreibt eine Politik zulasten der jungen Spieler. Das ist unverantwortlich und fast schon skandalös. Die ESBG versucht wohl damit, eine Drohkulisse aufzubauen und die DEL-Klubs in Richtung einer Verzahnung zu bringen. Ich kann nur dringend an die Zweitligisten appellieren, zur Vernunft zu kommen. Es muss zugunsten der jungen Spieler eine vernünftige Förderlizenzregelung her.

Haben Sie noch Hoffnung?

Hopp: Wir graben uns die Zukunft der Nationalmannschaft ab, das ist Wahnsinn! Das Beispiel von Philip Lehr im vergangenen Jahr zeigt den ganzen Irrsinn. Das größte Torhüter-Talent in seinem Jahrgang hat in der gesamten Saison nur zwei Punktspiele bestritten. Das ist das Ergebnis der Verweigerungshaltung der ESBG. Das muss man an dieser Stelle auch mal klar so sagen.

Ein anderes Thema, das das Eishockey-Sommerloch gefüllt hat, war die Suche nach dem neuen Bundestrainer. Wie sind Sie als Mitglied des Direktorats darin involviert?

Hopp: Spätestens zum Deutschland Cup brauchen wir einen Bundestrainer! Der, der den Deutschland Cup macht, muss sich zwingend auch um die Vorbereitung auf das Olympia-Qualifikationsturnier kümmern. Ich persönlich bin der Meinung, dass das ein Bundestrainer machen sollte, der kein DEL-Coach ist. Ich bin kein Fan einer Doppelfunktion. Auf den zukünftigen Bundestrainer warten viele strukturellen Aufgaben innerhalb des DEB und der Junioren-Nationalmannschaften. Daher bin ich für einen Vollzeit-Bundestrainer.

Beim Fußball-Golf haben Sie den Adler-Profis gezeigt, wo der Hammer hängt. Hatten Sie geübt?

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