Mannheim.
14 Minuten fehlten den Adlern im Finale zum ganz großen Triumph gegen die Eisbären Berlin. Bei einer 2:1-Serienführung und dem 5:2 im vierten Endspiel sahen sie im April wie die sicheren Sieger aus. Doch es kam anders.
Besonders emotional reagierte Shawn Belle (Bild). Nach der entscheidenden Niederlage in Berlin standen ihm die Tränen in den Augen. Doch der Verteidiger suchte keinen Trost, sondern spendete ihn, als er Trainer Harold Kreis in die Arme nahm. "Dieses Saisonende hat uns das Herz gebrochen. Den Champagner haben wir schon auf der Zunge geschmeckt", sagt der 27-Jährige.
Belle fiel es richtig schwer, abzuschalten. Er empfand den Tiefschlag als persönliche Beleidigung. Es dauerte, ehe der Kleiderschrank auf Kufen den Blick wieder nach vorne richten konnte. Dabei halfen ihm auch zwei Eishockey-Kumpel. Beim Junggesellenabschied von Torhüter Tyler Weiman, der vor dieser Saison von den Augsburger Panthern nach Nürnberg gewechselt ist, haute er auf die Pauke. "Was in Vegas war, bleibt in Vegas", sagt Belle mit einem verschmitzten Grinsen.
Auch Kenny Magowan stattete der Abwehrhüne einen Besuch ab - von dem er schon ein bisschen mehr erzählt: "Kenny wohnt in einer herrlichen Weingegend. Wir haben ein paar edle Tropfen gekostet. In der neuen Saison will ich das, was wir angefangen haben, zu Ende bringen. Das ist meine Mission." cr