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Eishockey: Mannheim kassiert im Viertelfinale gegen die Eisbären Berlin nach einer üblen 1:6-Klatsche den 2:2-Serienausgleich

Adler mit vogelwilder Defensive

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

Die Mannheimer, hier Carlo Colaiacovo, müssen in Berlin einen derben Rückschlag einstecken. Die Eisbären nutzen die Fehler eiskalt aus.

© PIX

Berlin. Jetzt wird das Viertelfinale zur Nervenschlacht: Die Mannheimer Adler haben es gestern klar verpasst, in der Play-off-Serie gegen die Eisbären entscheidend vorzulegen. In Berlin kassierte die vor allem in der Abwehr vogelwilde und zum Schluss disziplinlose Mannschaft von Trainer Sean Simpson eine böse 1:6 (1:1, 0:3, 0:2)-Klatsche. Vor dem fünften Duell am Freitag (19.30 Uhr) haben beide Teams nun zwei Erfolge auf ihrem Konto, zum Halbfinaleinzug sind vier nötig.

"Wir haben schlecht gespielt, haben zu viele Konter und Strafen kassiert", meinte Verteidiger Sinan Akdag und kündigte an: "Zu Hause müssen wir besser spielen."

Getreu dem Motto "Never change a winning Team" schickte Simpson die gleiche Mannschaft aufs Eis, die am Sonntag einen überzeugenden Sieg eingefahren hatte. Nach gerade einmal 25 Sekunden tauchten die Adler zum ersten Mal gefährlich vor Torhüter Petri Vehanen auf, Luke Adam scheiterte. Trotz einer frühen Strafe gegen Daniel Sparre übernahmen die Adler das Kommando, sie belohnten sich zunächst aber nicht: Der von der Strafbank zurückeilende Sparre ließ die Führung liegen (4.).

Die Eisbären wurden nur dann in der Offensive aktiv, wenn die Adler sie dazu einluden. Als Mathieu Carle den Puck an der blauen Linie verlor, ging André Rankel auf und davon. Er fand aber in Dennis Endras seinen Meister (8.). Stellten sich die Blau-Weiß-Roten im ersten Powerplay noch etwas zu kompliziert an, wurde es im zweiten deutlich besser. Nach einem Traumpass von Danny Richmond traf Garrett Festerling nur das Außennetz (17.), wenige Sekunden später war Vehanen zum ersten Mal geschlagen: Ryan MacMurchy zimmerte Richmonds Ablage zum 0:1 ins Netz (17.). Jeder Eishockey-Spieler weiß, dass der Wechsel nach einem Tor eminent wichtig ist. Die Adler kassierten den Ausgleich aber im Gegenzug: Nach einem verlorenen Bully hatte Nick Petersen zu viel Zeit - und viel zu viel Platz. Er wartete, bis Charles Linglet in Position gelaufen war, den Marcus Kink ziehengelassen hatte - das 1:1 nur 29 Sekunden nach dem 0:1 war Formsache.

Es war nicht das letzte Mal, dass die Adler einem angeschlagenen Gegner auf die Beine halfen. Adam bekam die neuerliche Führung auf dem Silbertablett serviert, Vehanen blieb Sieger - und nicht nur das: Wenige Augenblicke später schlug es auf der anderen Seite ein, weil das Simpson-Team nicht schnell genug umschaltete. Louis-Marc Aubry tunnelte Endras zum 2:1 (26.). Die Adler wollten jetzt zu schnell zu viel - und liefen in den nächsten Konter. Keiner fühlte sich für Rankel zuständig, der auf 3:1 erhöhte (29.).

Mannheim gab noch nicht auf. MacMurchy startete einen Alleingang, fiel jedoch hin, bevor er abziehen konnte (30.), Brent Raedeke verpasste in Überzahl am langen Pfosten lauernd (33.), Sparres Schuss war zu halbherzig (35.). Dass Vehanen das Bein ausfuhr und den Adler-Angreifer über die Klinge springen ließ, übersahen die Schiedsrichter großzügig. Da Sparre sich zu heftig beschwerte, wanderte stattdessen er auf die Strafbank. Zwar überstanden die Mannheimer auch diese Unterzahl-Situation, doch sie stellten ihre Fehler in der Defensive nicht ab. Laurin Braun scheiterte am Pfosten - egal. Da weit und breit kein Adler zu sehen war, konnte er sich den Puck in aller Seelenruhe zurechtlegen und zum 4:1 über die Linie drücken (37.).

In der Hauptrunde hatten die Adler nicht nur einmal eine erfolgreiche Aufholjagd gestartet. Von einer solchen waren sie gestern aber meilenweit entfernt. Stattdessen kamen sie sogar noch unter die Räder. Sparre leistete sich an der blauen Linie den nächsten Scheibenverlust, der im südhessischen Lampertheim geborene Laurin Braun jagte den Puck zum 5:1 in die Maschen (46.). Der 6:1-Endstand war ein Spiegelbild der gesamten Partie: Mit einem langen Pass hebelten die Berliner die Adler-Abwehr ab, Darin Olver hatte nur noch Endras vor sich - Tor. Wolf baute seinen Frust in einem Faustkampf mit Alex Roach ab - und kassierte dafür eine Spieldauer-Disziplinarstrafe (57.).

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 16.03.2017
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