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Eishockey: Nach der guten Leistung bei der Düsseldorfer EG feiern die Adler-Profis auf der Zug-Heimreise mit den Fans

Ein lockeres „viertes Drittel“

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 02.12.2014

Von unserem Mitarbeiter Thomas Schulz

Martin Buchwieser (Mitte), hier gefeiert im DEL-Heimspiel der Adler gegen München am 10. Oktober, wird von Nürnberg umworben.

© dpa

Düsseldorf. Dennis Endras hatte am Sonntag im Rather Dome den besten Blick auf das Geschehen. Der Torhüter der Adler Mannheim schaute dem Treiben auf Eis und Rängen recht entspannt zu. Wieder mal, als es gegen die DEG ging, saß Endras hinter der Bande auf der Bank. "Das stimmt. Es ist schon kurios, dass ich völlig unabhängig von den Trainern meine Pausen fast immer dann bekomme, wenn wir gegen Düsseldorf spielen", sagte Endras.

So sah der 29-Jährige auch den mit 1200 Adler-Fans prall gefüllten Oberrang hinter dem Tor, in dem sein Kollege Youri Ziffzer den Großteil eines starken Jobs verrichtete. "Das hat er wieder einmal klasse gemacht. Die DEG hat ein starkes Team, dem ich die Play-offs zutraue. Nach dem 2:2 hatte es Auftrieb und wurde von den Fans mächtig angetrieben. Da war es natürlich wichtig, dass auch wir viele Fans dabei hatten. Die brauchten wir besonders in dieser Phase und in der ist dann ja auch unser Siegtor gefallen", sagte Endras. Das hatte Christoph Ullmann inmitten einer Drangphase des Gegners erzielt. Ein "Dreckstor", wie die Düsseldorfer Journalisten enttäuscht konstatierten.

"Es ist nicht entscheidend, wie die Tore fallen, sondern dass sie fallen", sagte Ullmann und erklärte sein 3:2. "Der Pass kam etwas zu weit nach vorne, so dass ich meinen Schläger nur noch mit einer Hand lang machen konnte. So bin ich tatsächlich an den Puck gelangt und der ist dem Düsseldorfer Torwart dann durch die Schoner gerutscht."

Gerüchte um Buchwieser und Ullmann

Für Unruhe bei den Adlern sorgte eine Meldung der "Eishockey News", nach der Martin Buchwieser zur neuen Saison seine Zelte bei den Adlern abbrechen und zu den Nürnberg Ice Tigers gehen wird.

"Da ist noch nichts entschieden, aber wenn er gehen sollte, dann hat das ausschließlich private und keine sportlichen Gründe. Wir sind mit allen zufrieden, so dass es für mich keinen Grund gibt, etwas zu ändern", sagte Teal Fowler.

Der Adler-Manager ergänzte in Bezug auf ein Interesse des EHC München an Christoph Ullmann: "Ich freue mich sehr, dass unsere Spieler begehrt sind. Doch auch bei Christoph Ullmann arbeiten wir an einer Vertragsverlängerung."

Der Pass, er kam von Kai Hospelt. Der stand eigentlich gar nicht in einer Angriffsreihe mit Ullmann. "Wir hatten ja nur elf Stürmer und dadurch rochierten die Reihen eben sehr oft. Das war gut für uns, weil es für die gegnerische Abwehr so schwerer gewesen ist, sich zu orientieren", erklärte Ullmann.

Dank für die Unterstützung

Für die Adler hingegen wurde dank Ullmanns Siegtreffer das "vierte" Drittel deutlich leichter. Schließlich fuhren die Spieler mit den Fans im Sonderzug nach Mannheim zurück. Der bestand zwar aus Wagen, deren Baujahr mit dem Gründungsdatum des MERC recht identisch sein dürfte, doch um Reisequalität geht es bei einer derartigen Aktion nicht. "Es ist wichtig, dass wir den Fans für ihre tolle Unterstützung sowie ihre vielen Mühen und Kosten auch mal etwas zurückgeben", sagte Manager Teal Fowler und fügte hinzu: "Da die Mannschaft am Montag frei hatte, durften sich die Spieler auf der Fahrt auch ein paar Bierchen genehmigen." Für Fowler selbst war am Montag Arbeitstag. Der US-Amerikaner aus Illinois, der in der kommenden Woche 44 Jahre wird, musste viele Fragen zu Spieler-Personalien beantworten. Oder diese sogar klären? "Ich habe nicht mit Micki DuPont geredet", sagte Fowler zu Gerüchten, dass der bei den Kloten Flyers kurzzeitig intern gesperrte, mittlerweise allerdings wieder rehabilitierte Verteidiger dem derzeit schwächelnden Mannheimer Powerplay auf die Sprünge helfen könnte.

"Es fehlen uns dort aktuell ein paar Kleinigkeiten, aber keine neuen Spieler", so Fowler und erklärte: "Der Blick sollte sich auch gar nicht so sehr auf die blaue Linie richten. Vielmehr fehlt uns derzeit in Überzahl Jamie Tardif, der vor dem Tor für Unruhe sorgt."

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 02.12.2014
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1998 Adler Mannheim

1999 Adler Mannheim

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2001 Adler Mannheim

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2005 Eisbären Berlin

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