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Sonntag, 26.05.2013

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Eishockey: Mannheim übernimmt mit 3:2-Erfolg in Köln die Tabellenführung / Christoph Ullmanns Doppelpack leitet die Wende ein

Kampfstarke Adler überflügeln Haie

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

Da braucht Christoph Ullmann nicht zweimal hinschauen: Volltreffer! Der Puck zappelt oben im Netz.

© ihp-24

Köln. Im Kampf um die beste Ausgangslage für die Play-offs haben die Mannheimer Adler einen eminent wichtigen Dreier gefeiert. Mit dem 3:2 (0:1, 0:0, 3:1)-Erfolg in Köln entriss die Mannschaft von Trainer Harold Kreis den Haien die Tabellenführung. Doppeltorschütze Christof Ullmann genoss den Sieg. "Mit Blick auf die Play-offs war das ideal. Jetzt müssen wir am Sonntag bei der Revanche auf unserem Eis gleich noch einmal nachlegen."

Bei der Aufstellung wartete Kreis mit einer Überraschung auf. In der Abwehr kehrte nicht nur Denis Reul nach seiner Knieverletzung aufs Eis zurück - auch Doug Janik feierte sein Comeback. Ursprünglich hatte der Coach den Amerikaner noch nicht ins kalte Wasser werfen wollen. Da sich bei Niki Goc jedoch der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestätigte, übernahm Janik den Job an der Seite von Florian Kettemer. Als überzähliger Ausländer saß Alex Foster auf der Tribüne.

Sturm in Kölner Startaufstellung

Kölner Haie - Adler

  • Drittelergebnisse: 1:0, 0:0, 1:3
  • Die Adler: Endras - Sifers, Belle; Bittner, Wagner; Janik, Kettemer; Reul - Glumac, MacDonald, Seidenberg; Mitchell, Ullmann, Magowan; Mauer, Lehoux, Arendt; Höfflin, El-Sayed, Kink.
  • Tore: 1:0 Tripp (5:45), 1:1 Ullmann (49:06), 1:2 Ullmann (52:23), 1:3 Lehoux (54:11), 2:3 Stephens (59:20).
  • Schiedsrichter: Lars Brüggemann (Iserlohn) und Daniel Piechaczek (Finning).
  • Zuschauer: 11 184.
  • Strafminuten: Köln 14 - Mannheim 16.
  • Nächstes Spiel: Krefeld Pinguine - Adler (Freitag, 19.30 Uhr).

Vor dem Eröffnungsbully waren alle Augen jedoch auf einen anderen Profi gerichtet. Nachdem Haie-Trainer Uwe Krupp lange ein Geheimnis darum gemacht hatte, ob der 1006-fache NHL-Profi Marco Sturm nach seiner Rückkehr aus der besten Eishockey-Liga der Welt tatsächlich seine Premiere im Kölner Trikot geben würde, stand der 34-jährige Dingolfinger sogar in der Startaufstellung.

Für den ersten Aufreger sorgte aber Philip Gogulla. Der Nationalspieler spazierte durch die Mannheimer Zone und zwang Dennis Endras zu einem Reflex (2.). Die Haie übernahmen das Kommando und John Tripp verwertete Nathan Robinsons Pass zum frühen 1:0 (6.). Im Powerplay bot sich den Rheinländern die Chance zum Doppelschlag: Erst fälschte Chris Minard einen Schlagschuss an den Pfosten ab, Daniel Tjärnqvist drosch den Abpraller am fast leeren Tor vorbei (8.).

Und Mannheim? Bis auf Ken Magowans Schuss - eher ein Zufallsprodukt (16.) - sprang kaum etwas aus den Bemühungen heraus. Die ersten beiden Powerplay-Versuche waren vor allem eins: ausbaufähig.

Die Blau-Weiß-Roten kamen mit mehr Schwung aus der Kabine. Die bis dato beste Chance vergab Ken Magowan. In Überzahl fackelte er nicht lange, doch Danny aus den Birken fuhr seinen Schoner aus (33.). Unterm Strich mussten sich die Adler aber mit dem 0:1-Rückstand nach dem zweiten Drittel glücklich schätzen, Endras hielt sie im Spiel. Alexander Weiß' Schuss fischte der Nationaltorhüter aus dem Eck (28.), gegen Sturm (35.) und Robinson (36.) war er ebenfalls zur Stelle. Richtig brenzlig wurde es, als sich Marcus Kink zu Janik auf die Strafbank gesellte (37.). 89 Sekunden lang mussten die Mannheimer in doppelter Unterzahl überstehen. Als Craig MacDonald seinen Schläger verlor, verteidigten sogar nur noch zweieinhalb Adler - doch das mit Bravour.

Ein Geschenk der Haie zum Ausgleich nahmen die Adler nicht an. Aus den Birken ließ Yannic Seidenbergs Weitschuss vor Glumacs Füße fallen, doch der traf nur das Außennetz (41.). Da Arendt scheiterte (47.) und Ullmanns Schuss von der Torlinie gekratzt wurde, sah es lange so aus, als würde bei Mannheims Offensive die Null stehenbleiben, doch in doppelter Überzahl gelang Ullmann der nun verdiente Ausgleich (50.). Und es kam noch besser: Adam Mitchell zog ab, Ullmann setzte nach - 1:2 (53.).

Jetzt wurde sogar gezaubert. Shawn Belle schickte Lehoux mit einem Traumpass, Mannheims Topscorer verlud aus den Birken zum 1:3 (55.). Da Kink das leere Tor verfehlte und Charlie Stephens im Gegenzug bei Sechs gegen Vier das 2:3 erzielte (60.), wurde es noch mal spannend. Es blieb aber beim Sieg von Ahoi gegen Alaaf.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 13.02.2013
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