Eishockey:
Adler heute in Krefeld, am Sonntag erneut gegen Köln
MacDonald weiß, dass die Disziplin entscheidet
Von unserem Mitarbeiter Andreas Martin
Mannheim.
"Ich muss noch Blumen kaufen, bevor es um 14 Uhr mit dem Bus nach Krefeld geht", hatte es Adler-Headcoach Harold Kreis gestern am Valentinstag eilig. Für wen der Strauß sein sollte, wollte der 54-Jährige allerdings nicht verraten. Blumen wollen die Blau-Weiß-Roten am heutigen Freitag um 19.30 Uhr im Auswärtsspiel bei den Krefeld Pinguinen aber ganz sicher nicht überreichen. Statt dessen lieber drei Zähler mitnehmen, bevor es am Sonntag (14.30 Uhr) in der ausverkauften SAP Arena zum erneuten Topduell mit Köln kommt.
Die Strafbank meiden
In eigener Halle waren die Pinguine zuletzt nicht gerade furchterregend unterwegs, davon will sich der Tabellenführer aber nicht blenden lassen. Gegen den KEV gingen zwei der bisherigen drei Saisonvergleiche verloren. Beim Spiel der leuchtenden Herzen fegte die Truppe von Harold Kreis die Seidenstädter allerdings mit 6:2 vom Eis. "Sie haben gegen uns stets ein gutes Überzahlspiel aufgezogen", will Kreis, dass seine Profis die Strafbank meiden. Unterstützung erhält er dabei von Stürmer Craig MacDonald (Bild), der beim Sieg in Köln einer der Helden war, die dafür sorgten, dass eine 3:5-Unterzahl für die Adler ohne Folgen blieb. "Wir dürfen ihnen keine Powerplays geben, da sind sie sehr gefährlich. Am Dienstag in Köln war die überstandene doppelte Unterzahl sicher ein Wendepunkt in der Begegnung, aber das können wir uns nicht immer erlauben", ist MacDonald bewusst, dass im Schlussspurt der Vorrunde solche Dinge über Platz eins entscheiden können.
In der Aufstellung soll es keine größeren Änderungen geben. So wird Alex Foster als überzähliger Ausländer wieder auf der Tribüne Platz nehmen, weil Kreis auf Verteidiger Doug Janik setzt. Er bestritt ebenso wie Denis Reul in der Domstadt nach langer Verletzungspause sein erstes Spiel. "Es hat sich gut angefühlt, ausgerechnet in so einer Partie wieder aufs Eis zu können", freute sich Reul. Dass der Verteidiger gegen Ende der Partie nicht mehr zum Einsatz kam, ist kein Grund zur Sorge: "Es ist so weit alles okay. Dass es mal ein bisschen zwickt, gehört dazu." Eine Veränderung gibt es aber doch, so wird in Krefeld Felix Brückmann das Tor hüten, während am Sonntag wieder Dennis Endras dran ist.