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Eishockey: Wir nennen acht Gründe, warum die Adler heute mit einem Sieg im entscheidenden Viertelfinalspiel gegen die Eisbären Berlin ins Halbfinale einziehen

Mannheimer Mutmacher

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

David Wolf (rechts) gegen Bruno Gervais. Bislang war das Play-off-Viertelfinale Mannheim gegen Berlin ein Duell auf Augenhöhe. Für eine Mannschaft geht es heute Abend ins Halbfinale - für die andere in den Urlaub.

©  Binder

Mannheim. Es blieb nicht viel Zeit, die Wunden zu lecken. Nach der unglücklichen 3:4-Niederlage in der dritten Verlängerung bei den Eisbären Berlin richteten die Mannheimer Adler den Blick schnell wieder auf das entscheidende siebte Duell in der SAP Arena am heutigen Dienstag (20 Uhr/live bei Sport1). "Es bringt ja nichts, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. So eine Mentalität haben wir aber auch nicht in der Kabine", gab sich Angreifer David Wolf kämpferisch. "Beide Mannschaften haben ihre drei Heimspiele gewonnen. Wir werden alles daran setzen, damit das Gesetz der Serie hält. Mit unseren Fans im Rücken packen wir das!"

Die Partie am Sonntag in Berlin hat einmal mehr gezeigt, was seit Beginn des Play-off-Viertelfinals offensichtlich ist: Bleiben die Adler diszipliniert und damit fern von der Strafbank, sind sie die bessere Mannschaft. Nach dem ersten Katastrophendrittel in Berlin, als die Mannheimer einen frühen Penalty zuließen, zudem acht kleine Strafen kassierten und folgerichtig mit einem 0:3-Rückstand in die Kabine gingen, besannen sie sich ab den zweiten 20 Minuten auf ihre Stärken. Sie glichen nach Chad Kolariks Tor und Matthias Plachtas Doppelpack zum 3:3 aus. Dass in der Verlängerung die Kräfte schwanden, führte Manager Teal Fowler auch auf die Verletzung von Ryan MacMurchy zurück, der nach Jamie MacQueens Check von hinten in der 25. Minute nicht mehr aufs Eis zurückkehrte: "Wir konnten die Partie nur noch mit elf Stürmern fortsetzen, das merkt man in der Verlängerung schon irgendwann", betonte Fowler.

Siegen oder fliegen - das ist also das Motto vor dem heutigen Showdown. Wir liefern acht Gründe, warum die Adler im Kampf um den DEL-Titel bleiben werden und die Eisbären-Profis ab morgen die Golfschläger auspacken dürfen:

Trainerteam

Die ersten beiden Play-off-Auftritte in Berlin waren aus Mannheimer Sicht ein Fiasko - 3:6 und 1:6, mit zwei Klatschen mussten sich die Adler auf die Heimreise machen. Einige schrieben sie bereits ab, doch beide Male zog das Trainerteam um Chefcoach Sean Simpson die richtigen Schlüsse, die Blau-Weiß-Roten ließen zwei Heimsiege (3:2, 3:1) folgen.

Gesetz der Serie

Die Adler feierten in dieser Saison bereits fünf Heimsiege gegen die Eisbären, die Berliner gewannen ebenso häufig vor den eigenen Fans gegen das Simpson-Team. Mit dem zweiten Platz nach der Hauptrunde sicherten sich die Mannheimer das Heimrecht in einem siebten Spiel einer Play-off-Serie. Heute zahlt sich das aus.

Potenzial

Die Mannheimer Paradereihe läuft heiß. Chad Kolarik ist mit drei Toren und sechs Vorlagen bester Play-off-Punktesammler in der DEL, Luke Adam erzielte drei Treffer und gab zwei Vorlagen. Zudem bringt es "Play-off-Monster" Matthias Plachta schon auf sechs Buden. Zwölf der 17 Treffer in der K.o.-Runde gehen auf dieses Trio. Das heißt aber auch: Bei den anderen ist noch eine Menge Luft nach oben. Viele haben das Potenzial, heute den Unterschied auszumachen.

Kraftfrage

In der Verlängerung schienen die Adler am Sonntag mit ihren Kräften am Ende. Sie haben aber noch einige frische Spieler in der Hinterhand, die in die Bresche springen können. MacMurchy wurde gestern untersucht, die Adler informieren in den Play-offs aber nicht darüber, ob und wie schwer ein Spieler verletzt ist. Der Einsatz des Kanadiers ist zwar eher unwahrscheinlich, dafür stehen mit Daniel Sparre und Jamie Tardif zwei Stürmer parat, die frische Impulse setzen können.

Comeback-Qualitäten

Die Adler haben in dieser Saison gezeigt, dass sie mit Nackenschlägen umgehen können. Klar, dass 3:4 in der 101. Minute in Berlin hat wehgetan. Die Mannheimer werden aber nicht einer vergebenen Chance nachtrauern, sondern alles daran setzen, es heute besser zu machen.

Über- und Unterzahl

Es ist ein eisernes Gesetz, dass die sogenannten "Special Teams" in den Play-offs an Wichtigkeit gewinnen. In Überzahl (Adler: 20,83 Prozent Quote, Eisbären: 15,00) und in Unterzahl (Adler: 88,57, Eisbären: 80,00) haben die Mannheimer klar die Nase vorne.

Unterstützung

Die Adler-Fans haben in den Heimspielen gezeigt, dass sie wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft stehen. Sie können ihr Team nach vorne peitschen. "Sie kitzeln das Letzte aus uns heraus", sagt Plachta.

Historie

Die Mannheimer mögen zwar seit zweieinhalb Jahren auf einen Sieg in Berlin hoffen, der letzte Heimerfolg ist aber gerade einmal vier Tage alt. Beim 3:1 am vergangenen Freitag hat das Simpson-Team gezeigt, dass es geduldig auf die sich bietenden Chancen warten und eiskalt zuschlagen kann, wenn den Eisbären ein Fehler unterläuft.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 21.03.2017
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1993 Düsseldorfer EG

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Deutsche Eishockey Liga (DEL):

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1996 Düsseldorfer EG

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1998 Adler Mannheim

1999 Adler Mannheim

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2001 Adler Mannheim

2002 Kölner Haie

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